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Das CARE-Paket

Hilfe in
größter Not

Das CARE-Paket ist für Österreich ein Stück Geschichte, denn nach dem 2. Weltkrieg hat es tausenden Menschen geholfen. Seitdem kämpft CARE gegen die Armut und für ein Leben in Würde. CARE-Pakete helfen überall dort, wo die Not am größten ist und ermöglichen Hilfe zur Selbsthilfe.

Wie alles begann mit dem CARE-Paket…

Am 27. November 1945 schlugen Arthur Ringland und Dr. Lincoln Clark einem Konsortium aus 22 amerikanischen Hilfsorganisationen vor, eine private Hilfsorganisation zu bilden – CARE war gegründet. Der klangvolle und vor allem einfache Name wurde von Alice Clark, Lincoln Clarks Frau, erdacht und stand für „Cooperative for American Remittances to Europe“. Gleichzeitig bedeutet CARE aber auch: Sorge, Fürsorge. Nur selten war ein Kürzel so treffend! Die ersten Pakete erhielt CARE von der US-Army. Es handelte sich um sogenannte „10-in-1 Pakete“, die ursprünglich dafür gedacht waren, zehn US-Soldaten mit einer Mahlzeit bzw. einen Soldaten mit zehn Mahlzeiten zu versorgen.

Das CARE-Paket in Österreich

Am 25. Juli 1946 übergab US-General Clark die ersten zehn CARE-Pakete, die US-Präsident Truman symbolisch an das österreichische Volk spendete, an Bundespräsidenten Renner. Gerade in Wien – die damals als „hungrigste Großstadt Europas“ galt – wurden die CARE-Pakete dringend benötigt. Die durchschnittliche tägliche Kalorienversorgung betrug lediglich 980 Kalorien pro Person. Die Sterberate war dreimal höher als 1930.

 Personalisierte und „general-relief“ Pakete

Anfänglich wurden die als „Liebesabgaben“ bekannten personalisierten CARE-Pakete nur an Einzelpersonen verteilt, die Bekannte in Übersee hatten. Die Empfänger und Empfängerinnen EmpfängerInnen wurden von der Ankunft ihres Spendenhilfspaketes verständigt und konnten es anschließend dann in den Lagerhäusern abholen. CARE garantierte, dass die Pakete bei den Menschen ankamen – ansonsten: Geld zurück. Bald trafen auch sogenannte „general relief“-Pakete in Österreich ein. Wer diese Pakete bekam, entschied das Bundesministerium für soziale Verwaltung (BMfSV). Meist wurden die general relief Pakete jedoch Altersheimen, Krankenhäusern und Schulen zugestellt.

Hilfe zur Selbsthilfe

Nach und nach wurden die Inhalte der CARE-Pakete flexibler gestaltet. So konnten zum Beispiel ab 1947 Lebensmittelpakete um Schokolade, Honig, Dörrobst und vielem mehr ergänzt werden. Zudem gab es auch neue CARE-Pakete, die unter anderem Decken-, Säuglings-, und Wollstoffe beinhalteten.  Zudem wurde das Sortiment durch CARE-Pakete mit koscherem Essen ergänzt.

 

Weitere CARE-Programme

Später folgten das CARE-Bücherprogramm für Medizinbücher an Universitäten, das CARE-Swan-Seifenprogramm (gespendet von Lever Brothers) und das CARE-Tide-of-toys-Programm. Durch letzteres konnte Spielzeug an Krankenhäuser und Erziehungsheime gespendet werden. All diese Programme ermöglichten den Österreichern und Österreicherinnen wieder für sich selbst zu sorgen.

 Bis zum Jahr 1955 wurden über 1.000.000 CARE-Pakete im Wert von 9,9 Millionen US-Dollar nach Österreich geschickt. Durchschnittlich wurde jedem bzw. jeder siebten Österreicher bzw. Österreicherin mit einem CARE-Paket geholfen. Aus Dankbarkeit nominierte der österreichische Ministerrat auf Vorschlag von Bundeskanzler Figl CARE im Jahr 1949 für den Friedensnobelpreis.

Weitere Fotos vom historischen CARE-Paket finden Sie hier.

Die Geschichte des CARE-Pakets: