Afrika / Uganda: Verbesserung des Zugangs zu Kinder- und Müttergesundheit

Die Bevölkerung Ugandas war vor dem zwei Jahrzehnte dauernden Krieg schon patriarchalisch organisiert. Traditionelle Erziehung zum Thema Sexualität bekamen die Jugendlichen lange Zeit von älteren Verwandten, aber durch die Veränderung traditioneller Familienstrukturen als Folge des Konflikts findet diese Erziehung oft nicht mehr statt.

Die Folge ist, dass Sexualität immer mehr zum sozialen Tabu wird und HIV/AIDS oder ungewollte Schwangerschaften kaum thematisiert werden. Viele männliche Jugendliche und Erwachsene unterstützen ihre Frauen beim Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen nicht und nützen sie oft selbst nicht.

Väter übernehmen Verantwortung in der Erziehung der Kinder. Foto: CARE

Deshalb arbeitet CARE in diesem Projekt mit 100 Männern, die eine Art Vorbildfunktion für jeweils zehn Haushalte einnehmen sollen. Durch verschiedenste Aktivitäten und Fortbildungen vor allem über Sexualität, reproduktive und Mutter-Kind-Gesundheit werden mehr als 5.000 Personen Wissen zu diesen Themen erlangen und über in ihren Gemeinden verfügbare Dienstleistungen informiert.

Somit soll der Zugang zu und die Qualität dieser Dienste, besonders für Witwen, Opfer sexueller Gewalt, Frauen und Mädchen mit Behinderungen oder HIV, verbessert werden.

Laufzeit: 01.09.2014 – 31.08.2017

Mehr Informationen zu diesem Projekt (auf Englisch): Hier klicken

 

CARE arbeitet mit 100 „Vorbildmännern“, um Paare, männliche Jugendliche und Erwachsene über ihre Rolle in sexueller, reproduktiver und Mutter-Kind-Gesundheit zu sensibilisieren.

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