Naher Osten / Jordanien: Schutz für Mädchen und junge Frauen in Jordanien

Gewalt gegen Frauen bleibt in Jordanien ein ernstzunehmendes Problem. Das Family Protection Department, eine öffentliche Stelle zum Schutz und zur Prävention von Gewalt gegen Frauen, meldete 2012 7.981 Fälle. Die Dunkelziffer ist vermutlich noch höher, da es Betroffenen oft nicht möglich ist, ihre Erfahrungen anzuzeigen. Während sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt vorrangig gegen Frauen und Mädchen gerichtet ist, sind auch Männer und Jungen in der Schule, der Arbeit, zu Hause oder in Konfliktsituationen davon betroffen.

Aus diesen Gründen entwickelte CARE in Zusammenarbeit mit seinen langjährigen Partnern National Centre for Human Rights (NCHR) und Jordanian National Forum for Women (JNFW) das Projekt „Hemaya“. Ziel ist es, Gleichberechtigung von Männern und Frauen zu stärken und geschlechtsspezifische Gewalt in den Bezirken Zarka und Mafraq zu verringern.

Durch Bewusstseinsbildung bei relevanten (Gesundheits-)Dienstleistern und Gemeinschaften soll sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt entgegengewirkt werden. CARE arbeitet deshalb mit Organisationen auf Gemeindeebene, Schulen, Anbietern von relevanten Dienstleistungen und Betroffenen zusammen. Das Projekt verfolgt zwei Ansätze: einerseits die Ermächtigung von Frauen, ihre Menschenrechte wahrzunehmen; andererseits die Befähigung von Dienstleistern, den Bedürfnissen der Opfer von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt gerecht zu werden sowie weitere Übergriffe zu verhindern. Zusätzlich soll die Qualität und Verfügbarkeit von Betreuungsangeboten zur Unterstützung von Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt verbessert werden.

Mehr Informationen zu diesem Projekt (auf Englisch): hier klicken

Laufzeit: 01.02.2015 – 31.07.2017

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