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Ruanda: Die Verwirklichung von Kinderrechten in Ruanda

 

CARE beteiligt sich als Mitglied des ruandischen Kinderrechtsnetzwerkes am NGO-Alternativbericht zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention

 

Als Unterzeichnerstaat der UN-Kinderrechtskonvention ist die Regierung von Ruanda ihrer Verpflichtung nachgekommen und hat den 3. und 4. Staatenbericht zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention veröffentlicht. CARE ist Mitglied des 2010 gegründeten ruandischen Kinderrechtsnetzwerk, der Rwanda Civil Society Child Rights Coalition „Umwanga ku Isonga“, das nun auch den ergänzenden Bericht der Zivilgesellschaft fertiggestellt hat. Dieser Bericht trägt im Rahmen des Staatenberichtsverfahrens wertvolle ergänzende und kritische Informationen zu den entsprechenden Staatenberichten bei. ExpertInnen von ruandischen NGOs (darunter ein Vertreter von CARE) werden am 10. Oktober 2012 in Genf die Fragen der KinderrechtsexpertInnen des UN-Kinderrechtsausschuss zu den Beobachtungen und Empfehlungen der Zivilgesellschaft beantworten und diskutieren.

 

Zu den Hauptproblemen bei der Umsetzung von Kinderrechten in Ruanda zählen u.a. unzureichende Ernährung, Kinderarbeit, mangelnder Schutz vor sexuellem Missbrauch und fehlende Unterstützung von Opfern, wenig Möglichkeiten der Unterbringung und Unterstützung von Waisenkindern und mangelnde Verwirklichung der staatsbürgerlichen Rechte von Kindern (z.B. werden nicht alle Kinder werden bei ihrer Geburt registriert). CARE ist in vielen der genannten Bereiche tätig, z.B. auch bei der Entwicklung von Angeboten zur frühkindlichen Entwicklung (Early Childhood Development Services), dessen Ausbau ebenfalls im Bericht gefordert wird. Außerdem setzt CARE auf die enge Zusammenarbeit mit MIGEPROF, dem für Kinder-, Familien- und Genderfragen zuständigen Ministerium, als wichtige Voraussetzung für Fortschritte im Bereich der Umsetzung von Kinderrechten in Ruanda.

 

 


 

 

Ruanda: Nicht mehr allein!

 

CARE unterstützt Waisenkinder in Ruanda.

 

Drei Millionen Kinder in Ruanda gelten als besonders schutzbedürftig: sie haben entweder ihre Eltern verloren oder bekommen von diesen keine Unterstützung. Diese Kinder leben meist in Waisenhaushalten – das heißt, die älteren Geschwister kümmern sich um die jüngeren. Um den Waisenkindern zu helfen, hat CARE das Nkundabana-Modell entwickelt. Nkundabna sind sozial engagierte Dorfmitglieder, die von CARE zu MentorInnen ausgebildet werden. Die Waisenkinderhaushalte dürfen sich dann eine/n Nkundabana aussuchen, der/die ihnen hilft ihre Grundbedürfnisse abzudecken und sie in praktischen Angelegenheiten unterstützt. Dadurch können sich die Kinder auf eine erwachsene Person verlassen. Sie haben nicht mehr das Gefühl, völlig auf sich allein gestellt zu sein.

 

Finanzierung:   

 

Laufzeit: 1.1.2011-31.12.2012

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Ruanda: Kinder vor Missbrauch schützen!

Als Zusatzkomponente zum Nkundabana-Programm unterstützt CARE in diesem Projekt besonders schutzbedürftige Kinder.

 

In Ruanda müssen Millionen Kinder ohne die Unterstützung Ihrer Eltern auskommen. In den so genannten Waisenhaushalten werden besonders benachteiligte Kindern oft Opfer von sexuellem Missbrauch, Gewalt und Ausbeutung – vor allem Mädchen sind betroffen. CARE setzt sich für eine Gleichbehandlung der Geschlechter ein und hilft den betroffenen Kindern, sich vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Durch Workshops, Trainings und Theaterspiele werden Verhaltensmuster für „Jungs, die sich positiv verhalten“ erarbeitet und verbreitet. Zudem erhalten Kinder, die Opfer von sexueller und physischer Gewalt wurden, psychosoziale Unterstützung durch Nkundabana MentorInnen und spezialisierte BeraterInnen. Insgesamt kommt das Projekt 225 besonders schutzbedürftigen Kindern zugute.

 

Finanzierung:       
 

Laufzeit: 1.7.2011-31.12.2012

 

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