Asien / Nepal: Zugang zu Bildung für benachteiligte Mädchen

Die nepalesische Gesellschaft zeichnet sich durch eine Vielfalt an ethnischen Gruppen, Sprachen, Kulturen und Religionen aus. Frauen machen mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus. Eine überwiegende Mehrheit von ihnen lebt in ländlichen Gebieten und ist von der Landwirtschaft und den Erträgen aus dem informellen Sektor abhängig.

Das rigide Kastenwesen, einhergehend mit geschlechtsspezifischen Diskriminierungen sowie fehlenden finanziellen Möglichkeiten sind die Hauptgründe, warum Mädchen nicht zur Schule geschickt werden. Da ein Schulbesuch in Nepal mit hohen Kosten verbunden ist, wird vorwiegend in die Bildung der Söhne investiert. Oft müssen Mädchen die Schule abbrechen, um der Familie als Arbeitskräfte zur Verfügung zu stehen. Mädchen mit 10 Jahren und älter gelten häufig als zu alt für den Besuch der Schule.

Eine Udaan-Schulklasse beim Unterricht. Foto: CARE

Die Udaan-Schule hilft jungen Mädchen aus armen Familien dabei, ihren Schulabschluss nachzuholen. Foto: CARE

Mit Udaan zum Schulabschluss. Foto: CARE

Das Projekt möchte Mädchen, die die Schule abbrechen mussten bzw. nie eine Schule besucht haben, die Möglichkeit geben, in kurzer Zeit einen Teil der Schulausbildung in intensiver und umfassender Form nachzuholen und wieder in das öffentliche Schulsystem einzusteigen. Dafür wurde ein spezielles Ausbildungsprogramm (das UDAAN-Modell) entwickelt, welches von geschultem Fachpersonal geleitet wird. Ziel des Projekts ist es, 350 Mädchen aus den ärmsten und am meisten sozial ausgegrenzten Familien in der Region Kapilvastu den erfolgreichen Abschluss der Schulklassen 5, 6 und 7 zu ermöglichen.

Partnerorganisationen: Siddharta Social Development Center (SSDC)

Laufzeit: 01.11.2013 – 30.04.2017

Mehr Informationen zu diesem Projekt (auf Englisch): Hier klicken

CARE unterstützt Mädchen, die die Schule abbrechen mussten, einen Teil der Schulausbildung in intensiver Form nachzuholen um wieder in das öffentliche Schulsystem einsteigen zu können.

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