Afrika / Benin: Fußball fördert Gleichberechtigung

Das Projekt findet zeitgleich an drei Schulen in Südbenin statt. Je 96 Mädchen und 96 Jungen spielen in 12 Fußballteams. Dies dient einerseits der Förderung des (Frauen-)Sportes und andererseits der Verbesserung der Kenntnisse von jungen Menschen zwischen 13 und 20 Jahren im Bereich der Bekämpfung von HIV/AIDS. Außerdem bleiben die neuen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht auf die Schulen beschränkt, sondern sie werden von den Jugendlichen weitergegeben und dienen somit der Sensibilisierung der gesamten Gemeinschaft.

Fußball wurde deshalb als Sportart ausgewählt, weil es in der Projektregion der bei weitem beliebteste Sport ist; außerdem gibt es die beste Infrastruktur. Er eignet sich auch deshalb gut für das Projekt, weil er traditionell ein „Männersport“ ist; das Projekt aber gezielt Mädchen zum Fußballspielen auffordert. So wird versucht, mit Stereotypen zu brechen und traditionelle Geschlechterrollen zu hinterfragen. 

Direkt vor oder nach den Fußballtrainings veranstaltet CARE wöchentlich Treffen zur Sensibilisierung über HIV/AIDS, Prävention, Leadership, riskantes Verhalten und vorzeitige Heirat für Mädchen und Jungen. Die Treffen sind eine Möglichkeit zur Reflexion und zum Austausch zwischen Mädchen und Jungen. Dabei geht es einerseits um sichere sexuelle Praktiken und das Risiko von HIV/AIDS bzw. ungewollter Schwangerschaft, andererseits werden auch Themen wie Geschlechterrollen und Leadership anhand von Sport und in anderen Bereichen des Alltags besprochen.

Laufzeit: 01.11.2014 – 31.12.2015

CARE fördert die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Bekämpfung von HIV/AIDS unter jungen Menschen durch Sport.

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