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Verheerende Heuschreckenplage erreicht Afghanistan und Pakistan

CARE: Lebensmittelknappheit droht und lässt Preise steigen / 10 Millionen Menschen in Afghanistan haben zu wenig zu essen

Nachdem bereits weite Teile Ostafrikas und der arabischen Halbinsel von einer der verheerendsten Heuschreckenplage der neueren Geschichte betroffen sind, erreicht die Plage nun auch Afghanistan und Pakistan. Schwärme von Wüstenheuschrecken fressen ganze Ernten auf und lassen den Menschen in manchen Regionen kaum etwas zum Leben übrig. Betroffen sind vor allem Weizen, Baumwolle und Gemüse.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass die Heuschreckenplage allein in Pakistan einen Verlust von mehr als 15% der Ernten bzw. 1,2 Milliarden Dollar in der Landwirtschaft verursacht. Viele Menschen im Land sind aktuell von Nahrungsmittelknappheit und Hunger bedroht.

Das Nachbarland Afghanistan ist ebenfalls schwer vom Coronavirus und der aktuellen Heuschreckenplage betroffen. Die Pandemie trifft hier auf ein Gesundheitssystem, das nach jahrzehntelangem Krieg am Boden liegt. Anhaltende Kämpfe, Ausgangssperren und Marktschließungen aufgrund von COVID-19 lassen die Preise für Lebensmittel steigen. Nun verschärfen die Heuschrecken diese Entwicklung. Aktuell sind 10 Millionen Menschen im Land akut von einer Nahrungsmittelknappheit betroffen. 

Die Folgen von Pandemie und Heuschrecken wirken sich auf unterschiedliche Weise aus. Frauen und Kinder sind besonders stark betroffen, schildert Helferin Mamoon Khawar, verantwortlich für Ernährungssicherheit bei CARE Afghanistan: „Viele Frauen in der Landwirtschaft haben ihre Arbeit verloren, da die Landbesitzer es vorziehen, Männer einzustellen, die physisch in der Lage sind, in kürzerer Zeit mehr zu produzieren. Frauen und Kinder, die auf der Straße betteln, haben ein hohes Risiko, Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden.“ 

CARE unterstützt betroffene Bauern im Kampf gegen die Heuschrecken mit der Verteilung von Pestiziden und Sprühgeräten. Bestehende Hilfsprogramme wurden angepasst und um die Verteilung von persönlicher Schutzausrüstung vor dem Coronavirus ergänzt. Um das Risiko von Unterernährung einzudämmen, plant CARE Grundnahrungsmittel und Bargeldhilfe bereit zu stellen.

Rückfragehinweis:
Thomas Stollenwerk
Communications Officer, CARE Österreich
Tel: +43 (1) 715 0 715-55
thomas.stollenwerk@care.at