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Syrien/Irak: Schlimmste Dürre seit Jahrzehnten – zwölf Millionen Menschen in Gefahr

Steigende Temperaturen, fehlende Niederschläge, Dürren und ein extrem niedriger Wasserspiegel des Flusses Euphrat haben in den letzten Wochen zu einem verheerenden Wassermangel in Syrien und im Irak geführt. Das Leben von zwölf Millionen Menschen ist dadurch gefährdet, warnt die Hilfsorganisation CARE.

Syrien: Schlimmste Dürre seit siebzig Jahren
Mehr als fünf Millionen Menschen in Syrien sind direkt vom Wasser des Euphrat abhängig. Wenig Schneefall im Winter und geringe Niederschläge haben jedoch dazu geführt, dass der Fluss unterdurchschnittlich wenig Wasser führt. Dazu kommt, dass derzeit rund 400 Quadratkilometer landwirtschaftliche Nutzfläche – und damit Ernten – von der Dürre bedroht sind. Zwei Staudämme in Nordsyrien, die drei Millionen Menschen mit Strom versorgen, stehen aktuell vor der Schließung. In zahlreichen syrischen Bezirken und Vertriebenencamps steigen Krankheiten, die durch verunreinigtes Trinkwasser übertragen werden, gerade deutlich an.

„Wenig Regen, die reduzierten Wasserstände des Euphrat und ausfallende Ernten ergeben eine lebensgefährliche Situation für die Menschen in Syrien und im Irak, Menschen, die ohnehin schon unter einem jahrelangen Konflikt, Vertreibungen, COVID19 und Hunger leiden“, sagt Nirvana Shawky, Regionaldirektorin für CARE im Nahen Osten und in Nordafrika. „Frauen und Mädchen erzählen uns, dass sie gezwungen sind, Mahlzeiten zu reduzieren, um sicherzustellen, dass ihre Familien überleben. Die Situation erfordert dringendes Handeln der Behörden in der Region und der Regierungen der Geberländer, um sicherzustellen, dass keine Menschenleben verloren gehen. Über die Notversorgung mit Nahrungsmitteln und Wasser hinaus ist es zwingend erforderlich, nachhaltige Lösungen für die Wasserknappheit zu finden.“

Irak: Überleben von sieben Millionen Menschen gefährdet
Im Irak zeichnet sich ebenfalls eine bedrohliche Situation ab: Durch Wassermangel und Dürre ist das Leben von mindestens sieben Millionen Menschen gefährdet. Große Teile des Ackerlandes können nicht bewirtschaftet werden, Fischereien sind leergefischt, Strom und Trinkwasserquellen sind aufgebraucht. Im Bezirk Ninewa wird die Weizenproduktion aufgrund der Dürre in diesem Jahr voraussichtlich um 70 Prozent geringer ausfallen, in der Region Kurdistan voraussichtlich um die Hälfte. Familien im Bezirk Anbar, die keinen Zugang zu Flusswasser haben, müssen monatlich bis zu 80 US-Dollar für Wasser ausgeben. Viele Bauern haben ihre Ersparnisse ausgegeben und sich verschuldet, um ihre Tiere am Leben zu erhalten oder müssen in andere Gebiete umsiedeln, um ihre Überlebenschancen zu erhöhen.

Fotos und B-Roll Material stehen honorarfrei zur Verfügung.

CARE bittet dringend um Spenden für die Katastrophenhilfe: Spendenkonto CARE Österreich IBAN: AT77 6000 0000 0123 6000 oder online.