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Syrien: Frauen und Kinder werden weiterhin vertrieben

Hilfsorganisation verstärkt Einsatz im Irak / Im Nordosten Syriens leistet CARE Hilfe für 20.000 Menschen / Spenden werden dringend benötigt

Viele Frauen im Nordosten von Syrien fliehen mit nichts als ihrer Kleidung und den Kindern auf den Armen. Sie brauchen dringend unseren Schutz und unsere Hilfe“ – Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich

(Amman / Dohuk, 25. Oktober 2019) Mehr als zwei Wochen nach der Eskalation der Gewalt im Nordosten Syriens werden Frauen, Kinder und Familien weiterhin aus ihren Häusern vertrieben. Laut Vereinten Nationen erreicht die Zahl der Vertriebenen fast 180.000. Der Bedarf an lebenswichtigen Hilfsgütern – einschließlich warmer Kleidung für den nahenden Winter – ist groß.

Frauen und Mädchen sind am stärksten betroffen

Vertriebene Frauen haben keinen Zugang zu medizinischer Hilfe, da funktionierende Gesundheitseinrichtungen mit Notfällen überlastet sind. Schwangere Frauen haben keine Möglichkeit, Ärzte oder Krankenhäuser aufzusuchen. Die Ambulanzen können nur  bei Geburten und anderen Notfällen helfen. Die Unterbringung der Geflohenen in öffentlichen Gebäuden verhindert jegliche Privatsphäre, die Frauen und Mädchen für ihre persönliche Hygiene benötigen. Die meisten müssen nachts alleine nach draußen, um auf die Toilette zu gehen, was ein Risiko für ihre Sicherheit darstellt.

„In den Unterkünften sind viele Frauen nicht in der Lage, mit der Situation umzugehen. Wir beobachten zunehmend Depressionen und Angst bei Frauen und Mädchen. Dies betrifft vor allem junge und schwangere Frauen, von denen viele zum ersten Mal vertrieben wurden. Sie weinen und wünschen sich nichts mehr, als nach Hause zurückzukehren“, sagt eine CARE-Helferin in Nordsyrien.

CARE verstärkt Hilfe im Irak

De Situation im Irak wird ebenfalls immer dramatischer, da täglich etwa tausend Flüchtlinge aus Syrien ins Land kommen. CARE verstärkt die Hilfsmaßnahmen in der Region Kurdistan im Irak. Dazu gehören sauberes Trinkwasser, sanitäre Infrastruktur, Abfallbeseitigung und Hygienemaßnahmen.

In den letzten Monaten hat CARE immer wieder vor den Folgen einer Verringerung der humanitären Mittel für den Irak gewarnt. Andrea Barschdorf-Hager: „Die Region Kurdistan im Irak beherbergt bereits fast 230.000 Flüchtlinge aus Syrien sowie mehr als 1 Million Iraker, die innerhalb der Lanmdesgrenzen vertrieben wurden. Die Camps stoßen an ihre Grenzen.“

So hilft CARE:

CARE hilft im Nordosten Syriens mit sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen, verteilt Hygiene-Pakete, Winterbekleidung und leistet psychosoziale Unterstützung. CARE plant bis Ende Oktober 20.000 Menschen im Nordosten Syriens mit lebensrettender Soforthilfe zu erreichen.

CARE leistet seit 2014 Hilfe in Syrien und hat bisher mehr als 4,5 Millionen Menschen mit Maßnahmen zu u.a. Ernährungssicherheit, wirtschaftlicher Stärkung von Frauen, Unterkunft, Wasser und sanitären Einrichtungen erreicht.