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Mosambik ein Jahr nach Zyklon Idai: 100.000 Menschen leben nach wie vor in Notunterkünften

Ein Jahr, nachdem die Zyklone Idai und Kenneth in Mosambik, Simbabwe und Malawi eine Spur der Zerstörung hinter sich gelassen haben, leben allein in Mosambik weiterhin fast 100.000 Menschen in Notunterkünften. Das Land bleibt anfällig für extreme Wetterereignisse. Die Hilfsorganisation CARE fordert, dass Anpassungsmaßnahmen an die Folgen des Klimawandels deutlich mehr Finanzmittel erhalten. Ansonsten wird es unmöglich sein, die Folgen von Naturkatastrophen einzudämmen. 

„Die häufigen klimabedingten Katastrophen in ärmeren Ländern belasten Millionen unschuldiger Menschen“, warnt Marc Nosbach, CARE-Länderdirektor in Mosambik. „Die am stärksten betroffenen Länder leiden massiv unter den Auswirkungen des Klimawandels. Währenddessen wartet die Welt weiter darauf, dass große CO2-Emittenten ihren gerechten Beitrag leisten und die globalen Emissionen bis 2030 halbieren. Es braucht aber rasch mehr finanzielle Unterstützung, um die Menschen vor Folgen des Klimawandels zu schützen.“

Auf Sturm folgt Dürre

Unter dem weltweiten Temperaturanstieg infolge des Klimawandels leidet das südliche Afrika besonders stark. Viele Länder der Region wurden in den letzten 12 Monaten gleich mehrfach von extremen Wetterereignissen getroffen. Durch die Zyklone wurden mehr als 700.000 Hektar Anbaufläche vernichtet, die Verluste in der Landwirtschaft werden mit mindestens 141 Mio. USD beziffert. Mehrere Umsiedlungsgebiete in der stark getroffenen Provinz Sofala in Zentralmosambik litten während des vergangenen Sommers unter anhaltender Dürre und anschließend starken Regenfällen und Überschwemmungen. Ernten wurden durch die Wetterereignisse vernichtet. Die Folgen sind drastisch: In Mosambik haben schätzungsweise zwei Millionen Menschen zu wenig zu essen.  

Frauen und Kinder besonders betroffen

Frauen und Kinder tragen die Hauptlast der Katastrophe: Frauen und Mädchen berichten, dass sie seit den Stürmen deutlich weitere Wege auf sich nehmen müssen, um Wasser und Brennholz zu holen, was auch ein vermehrtes Risiko für Gewalt und Ausbeutung mit sich bringt. Viele Familien sind getrennt, zahlreiche Kinder mussten die Schule abbrechen. Neben der Verteilung von Nothilfegütern wie Nahrungsmittel, Trinkwasser und Hygieneartikeln verteilt CARE dürreresistentes Saatgut an mehr als 36.000 Kleinbauern, deren Ernten zerstört wurden und bietet Schulungen in verbesserten landwirtschaftlichen Anbaumethoden an. Die Nothilfe von CARE hat bisher mehr als 300.000 Menschen erreicht.


CARE bittet für die Katastrophenhilfe in Mosambik weiterhin um Spenden: Spendenkonto IBAN AT77 6000 0000 0123 6000 oder online

Bildmaterial aus den CARE-Hilfsprojekten in Mosambik inklusive zahlreicher zusätzlicher Informationen finden Sie hier