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CARE zum Weltklima-Bericht des IPCC

Kind in einem Flüchtlingslager im Jemen. Foto: Rabie Al-Zuhairy/CARE

CARE zum Weltklima-Bericht des IPCC

Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich, zum IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change)-Bericht: „In diesem Bericht geht es nicht nur um Klimakatastrophen, sondern auch um menschliches Leid. Denn mit jedem Bruchteil eines weiteren Grad Celsius Erwärmung wird es schwieriger, dem Kreislauf von Armut und Ungleichheit durch den Klimawandel zu entkommen. Mit jeder weiteren Flut oder Dürre wird es schwerer, alles wieder von vorne aufzubauen. Wir sehen bereits jetzt mehr extreme Hitze und Niederschläge, längere und stärkere Dürreperioden. Der Weltklimarat berichtet, dass das noch schlimmer werden wird. Das bedeutet mehr Verlust von Leben und mehr Not bei armutsbetroffenen Menschen, die nur wenige Ressourcen haben, um sich an die klimatischen Änderungen anzupassen. Die globale Erwärmung wird von diesen Menschen jedoch nicht verursacht. Es ist daher an der Zeit, dass reiche Nationen ihre Verantwortung für den kritischen Zustand des Planeten wahrnehmen. Das sollte damit beginnen, dass sie ihren Verpflichtungen bei der Finanzierung für Anpassung in Entwicklungsländern endlich nachkommen. Derzeit stellen sie nur rund 20 Milliarden Dollar pro Jahr von den versprochenen 50 Milliarden Dollar zur Verfügung. Wir haben zwar noch ein kleines Zeitfenster, die schlimmsten Auswirkungen abzumildern, aber die Regierungen müssen sofort, kollektiv und entschlossen handeln. Die COP26 wird dafür entscheidend sein. Alle Länder müssen sich dem 1,5-Grad-Ziel anschließen. Es ist eindeutig: Neue Investitionen in Kohle, Öl und Gas sind mehr als fehl am Platz. Emissionen müssen besteuert und im nächsten Jahrzehnt halbiert werden.“

Mehr zum Thema: https://careclimatechange.org/

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