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CARE zum Welternährungstag: Hungersnot im Jemen muss verhindert werden

20 Millionen Menschen im Land hungern. Es fehlt mehr als die Hälfte der benötigten Hilfsgelder.

Anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober warnt die internationale Hilfsorganisation CARE vor einer sich zuspitzenden Hungerkrise im Jemen. Nach fast sechs Jahren Krieg liegt die Wirtschaft am Boden und 20 Millionen Menschen, zwei Drittel der Bevölkerung, haben zu wenig Nahrung. Die Kombination aus bewaffnetem Konflikt, COVID-19 sowie den dazugehörigen Restriktionen hat zu einer extrem prekären Situation geführt, in der die Mehrheit der Bevölkerung ohne humanitäre Hilfe nicht überleben könnte.

Aaron Brent, CARE-Länderdirektor im Jemen:
„Um sich Lebensmittel leisten zu können, bleibt vielen Familien nichts anderes übrig als ihren Besitz zu verkaufen, sich Geld zu leihen oder sogar zu betteln. Trotz dieser katastrophalen Lage fehlt die dringend notwendige finanzielle Unterstützung der internationalen Gemeinschaft. Nicht einmal die Hälfte der benötigten Hilfsgelder in Höhe von 2,7 Milliarden Euro sind vorhanden. Bleibt die Situation unverändert oder verschlechtert sie sich weiter, könnte das eintreffen, wovor die Vereinten Nationen bereits warnen: eine Hungersnot.“

Zusätzlich schränken andauernde Kampfhandlungen den Zugang der Menschen zu Nahrungsmitteln immer weiter ein, ein trauriges Beispiel dafür ist das Gouvernement Taiz: Hier sind fast 600.000 der 3,5 Mio. Einwohner von Ernährungsunsicherheit betroffen.

 „Die katastrophale Situation in Taiz steht stellvertretend für die Lage im Jemen“, sagt Brent. „Die Menschen hier leben seit Jahren mit Luftangriffen, fehlender Gesundheitsversorgung und Hunger. Es gibt Krankheiten wie Cholera und viele Fälle von Kinderlähmung. Gleichzeitig wirkt sich die zuspitzende Wirtschaftskrise auf die Bevölkerung aus. Immer mehr Menschen haben keine Chance, die Krise alleine zu bewältigen. Wir verlangen deshalb von den Konfliktparteien, einen landesweiten Waffenstillstand auszurufen und so schnell wie möglich eine gemeinsame politische Lösung zu erarbeiten.“

CARE unterstützte alleine im vergangenen Jahr 2,8 Millionen Menschen im Jemen mit humanitärer Hilfe. 1,5 Millionen von ihnen bekamen Lebensmittel, Bargeld und Gutscheine, um damit ihre Grundversorgung zu decken.

CARE bittet um Spenden für die Katastrophenhilfe: Spendenkonto CARE Österreich AT77 6000 0000 0123 6000 oder online