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CARE zum UN-Klimagipfel: Eine verpasste Chance

Die Staats- und Regierungschefs haben die Chance auf Veränderung beim UN-Klimaschutzgipfel in New York ungenutzt verstreichen lassen, kritisiert die Hilfsorganisation CARE. Die Folgen: Jahrzehnte menschlicher und wirtschaftlicher Entwicklung sind in Gefahr, Milliarden Dollar werden verschwendet, weil sich die Staats- und Regierungschefs sträuben, die Weichen zu einer grünen und klimagerechteren globalen Wirtschaft zu stellen.

„Die Forderung des UN-Generalsekretärs nach ehrgeizigeren, neuen Vorhaben wurden weitgehend ignoriert. Wir begrüßen die Verpflichtungen, zu denen sich die Länder des globalen Südens bekennen. Es gibt aber auch Staaten, die am Gipfel nicht vertreten waren und alte Versprechen lediglich neu verpackten. Um einen Anstieg der Erwärmung über 1,5 ° C zu verhindern, müssen die größten Verursacher der Klimakrise unter Druck gesetzt werden. Wir können nicht mehr sagen: Nächstes Mal, beim nächsten Treffen reden wir wieder darüber“, kritisiert Sven Harmeling, Klima-Experte von CARE. Weiters kann es keine Klimagerechtigkeit geben, wenn die Industrieländer die finanziellen Mittel für die von der Klimakrise am stärksten betroffenen Länder nicht erhöhen.

CARE begrüßt die finanziellen Zusagen für den „Green Climate Fund“. Staaten wie Japan, die USA und Australien stellen jedoch keine zusätzlichen Geldmittel zur Verfügung. „Wir sind enttäuscht, dass innovative Finanzierungsansätze wie Abgaben auf den Luftverkehr nicht aufgegriffen wurden. Diese sind aber notwendig, um zusätzliche Mittel in der Größenordnung von Dutzenden Milliarden Dollar aufzubringen. Die braucht es, um diejenigen Länder zu unterstützen, die von den Folgen des Klimawandels am stärksten betroffen sind“, sagt Harmeling.

CARE Österreich fordert in diesem Zusammenhang nicht nur die Weiterführung, sondern eine Erhöhung der österreichischen Beiträge zum „Green Climate Fund“ über 2019 hinaus. CARE Österreich Geschäftsführerin Andrea Barschdorf-Hager: „Besonders Mädchen und Frauen leiden überproportional an den Folgen des Klimawandels. Daher sollten die dringend fälligen Maßnahmen zur Anpassung an die bereits unumkehrbaren Folgen des Klimawandels besonders die Unterstützung von Frauen im Fokus haben.“

CARE unterstützt den ‘Call to Action‘ für mehr Klima-Anpassung und Resilienz, der auf dem UN-Klimagipfel initiiert und von mehr als 100 Ländern und fast 60 Organisationen unterzeichnet wurde. „Er ist ein starkes politisches Signal, das da lautet: Es sind umgehend ambitionierte Maßnahmen und finanzielle Unterstützung für mehr Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels nötig. Leider findet im Aufruf die Geschlechtergerechtigkeit zu wenig Beachtung. Auch die Frage der Synergien mit der Agenda 2030 und die Forderung nach zusätzlichen Ressourcen zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels bekommen nicht genug Aufmerksamkeit. Das muss auf der UN-Klimakonferenz COP25 in zwei Monaten weiterentwickelt werden“, so Harmeling abschließend.