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CARE zum Budget: Stagnation ist keine Option – Globale Armutsbekämpfung braucht mehr finanzielle Mittel

„Fordern nicht mehr und nicht weniger als die Einhaltung dessen, was die Bundesregierung selbst in ihrem Regierungsprogramm festgeschrieben hat”

Wien, 11. November 2021. In Kürze wird das Haushaltsbudget 2022 beschlossen. Im Regierungsprogramm steht das Bekenntnis, Österreichs Hilfe vor Ort – vor allem die bilateralen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit – substanziell auszubauen. Doch davon ist im Budgetentwurf 2022 wenig zu sehen, kritisiert die Hilfsorganisation CARE auch vor dem Hintergrund, dass die Mittel ohnehin schon auf einem international vergleichsweise sehr niedrigen Niveau sind.

„COVID-19 ist ein Turbo-Booster für Armut, Hunger und Ungleichheit. Die Aufstockung der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit ist gerade in Zeiten einer Pandemie das Gebot der Stunde, denn die fatalen Auswirkungen des Virus kennen keine Grenzen”, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Die Stärkung von Gesundheitssystemen in besonders vulnerablen Ländern ist eine der Grundvoraussetzungen, dass wir als globale Gemeinschaft jemals die Pandemie hinter uns lassen können. Wir sehen in unserer Arbeit jeden Tag die Auswirkungen der Pandemie und der Klimakrise auf die ärmsten Gesellschaften weltweit. Die Anzahl der Menschen, die Hunger leiden, nimmt wieder dramatisch zu. Wir fordern nicht mehr und nicht weniger als die Einhaltung dessen, was die Bundesregierung selbst in ihrem Regierungsprogramm festgeschrieben hat.

Gerade angesichts dieser Vielzahl von Krisen weltweit ist Österreich aufgerufen, seinen Ruf als verlässlicher Partner nicht zu riskieren. Die Aufstockung der Mittel für humanitäre Hilfe auf 55 Millionen Euro und die Unterstützung weltweiter Impfprogramme sei hier jedoch ein wichtiger Schritt, den CARE sehr begrüßt.