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CARE zu Somalia: Humanitäre Lage verschlechtert sich dramatisch

Wien, 24. November 2021. Die humanitäre Lage in Somalia verschlechtert sich weiter. Aktuell gehen die Vereinten Nationen für 2022 davon aus, dass die Zahl der Menschen, die humanitäre Hilfe und Schutz benötigen, von derzeit 5,9 Millionen auf 7,7 Millionen ansteigen wird. In den letzten zehn Monaten mussten rund 520.000 Menschen, aufgrund von Konflikten und Naturkatastrophen, fliehen. Der Klimawandel verschlimmerte die Situation dramatisch: Viele Gemeinden mussten ohne Wasser auskommen, andere verloren durch Überschwemmungen ihr Vieh und Ackerland und damit ihre Einkommensquellen.

Walter Mawere, CARE-Nothelfer, erzählt aus einem Camp für intern Vertriebene in Ainabo, Somaliland:

„Somalia ist weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffen und spürt dies in vielerlei Hinsicht. Während einige Gemeinden unter dem Mangel an Niederschlägen gelitten haben, wurden andere Gemeinden in weiteren Gebieten des Landes von schweren Überschwemmungen heimgesucht. Die Auswirkungen sind massiv und reichen von schwerer Wasserknappheit, Überschwemmungen bis hin zu Wüstenheuschrecken. Eine Frau erzählte mir, dass sie ihr Haus verlassen musste, um in dieses Lager für intern Vertriebene zu kommen. Hier hat sie keinen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen, ist auf Hilfe angewiesen und muss sich auf ihre Verwandten verlassen. Die Auswirkungen des Klimawandels in Somalia sind enorm und können nicht ignoriert werden. Wir müssen dafür sorgen, dass wir gemeinsam versuchen, den Klimawandel zum Wohle dieser Familien und Gemeinschaften zu bekämpfen.“

Unverhältnismäßig stark betroffen sind Frauen und Mädchen: Da immer mehr Wasserstellen versiegen, müssen Frauen und Mädchen weitere Strecken zu Fuß zurückzulegen, um ihre Familien mit sauberem Wasser zu versorgen. Das erhöht ihr Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt zu sein. Gleichzeitig sind es häufig zuerst Mädchen, die dem Schulunterricht fernbleiben müssen, wenn der Familie Geld für die Schulgebühren fehlt.

CARE unterstützt Menschen in den am stärksten betroffenen Gebieten mit Bargeldverteilungen. In Gemeinden, die von der schweren Wasserknappheit betroffen sind, stellt CARE sauberes Wasser zur Verfügung und repariert Wasserstellen.

Spendenkonto CARE Österreich IBAN: AT77 6000 0000 0123 6000 oder online.