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CARE-Report: Bereits 70 Prozent der weltweit Vertriebenen fliehen vor dem Klimawandel

Über 23 Millionen Menschen – das sind 70 Prozent der weltweit Vertriebenen – mussten 2019 aufgrund des Klimawandels ihre Heimat verlassen/ Frauen und Mädchen unverhältnismäßig stark betroffen 

Die Hilfsorganisation CARE warnt in einem aktuellen Report: Unser Planet steuert auf eine Erderwärmung von bis zu vier Grad zu. Breite Flächen der Erde könnten unbewohnbar sein, bis 2070 wären rund drei Milliarden Menschen Sahara-ähnlicher Hitze ausgesetzt. Schon heute hängen die schlimmsten Hungerkrisen weltweit mit dem Klimawandel zusammen. 2019 waren es 23,4 Millionen Menschen, die wegen starker klimatischer Veränderungen aus ihrer Heimat fliehen mussten. Im Jahr 2050 droht die Zahl der durch den Klimawandel Vertriebenen in Südsahara-Afrika, Südasien und Lateinamerika bei der derzeitigen Erwärmungsrate viermal so hoch zu sein wie bei einem Szenario, das mit dem Pariser Abkommen vereinbar ist. 

Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin CARE Österreich, erklärt: „Durch den Klimawandel verursachte Vertreibung ist für Millionen von Menschen längst eine harte Realität. Kommt es zu einem globalen Temperaturanstieg von drei oder mehr Grad, könnte die ohnehin schon fragile Situation für viele ärmere Länder unwiderruflich eskalieren und hunderte Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben werden. Wir müssen also alles dafür unternehmen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.“

Der CARE-Bericht zeigt auch: Frauen und Mädchen in ärmeren Regionen leiden unverhältnismäßig stark, da die Auswirkungen des Klimawandels die Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen weiter verschärfen. Frauen benötigen daher nicht nur dringend größere finanzielle Unterstützung, sondern müssen auch endlich als Teil der Lösung verstanden werden.

 „Leider finden Frauen noch immer viel zu selten einen Platz an jenen Tischen, an denen wichtige Entscheidungen getroffen werden. Das zeigt sich auch bei der Prävention von klimabedingter Vertreibung. Es braucht dringend mehr Mittel, um Frauenorganisationen im Kampf gegen den Klimawandel und seinen Folgen zu unterstützen,“ so Barschdorf-Hager abschließend.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht „Evicted by Climate Change – Confronting the Gendered Impact of Climate-Induced Displacement“ in englischer Sprache.