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Erster Coronafall in Syrien bestätigt – verheerende Folgen befürchtet

Das Coronavirus trifft im Bürgerkriegsland Syrien auf eine zerstörte Gesundheitsinfrastruktur / Hilfsorganisation CARE verstärkt präventive Hilfsprogramme

(Wien, 24. März 2020) – Die Hilfsorganisation CARE ist über den ersten bestätigten Fall von COVID-19 in Syrien zutiefst besorgt. Die Gesundheit und das Leben von über drei Millionen Menschen im Nordwesten Syriens, von denen mehr als die Hälfte als Vertriebene in überfüllten Lagern leben, sind in Gefahr. Durch kaum vorhandene medizinische Testmöglichkeiten droht ein Ausbruch der Epidemie unentdeckt zu bleiben. In Flüchtlingscamps, die mit Überfüllung, mangelnder Hygiene und einer fragilen Gesundheitsinfrastruktur zu kämpfen haben, könnte sich das Virus besonders schnell verbreiten. 

„Nach neun Jahren bewaffnetem Konflikt liegt Syrien in Trümmern. Viele schutzbedürftige Menschen leben in Zelten und provisorischen Lagern. Die zivile Infrastruktur, einschließlich Krankenhäusern und Gesundheitszentren, ist zerstört“, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Selbst hochentwickelte Industrieländer haben Schwierigkeiten, angemessen auf das Virus zu reagieren. Ein Ausbruch in Syrien wird verheerende Folgen für die vom Krieg geplagte Zivilbevölkerung haben.“

Mangelnde Versorgung
Durch die Entscheidung der türkischen Regierung, den Export medizinischer Artikel wie Schutzmasken und Handschuhe zu verbieten, sind diese wichtigen Hilfsmittel in Syrien Mangelware, auch Desinfektionsmittel sind kaum verfügbar. Die Notwendigkeit, dass rasch Testkits und Schutzausrüstung bereitgestellt werden, steigt täglich. Syrische Partnerorganisationen von CARE berichten, dass zahlreiche Personen im Nordwesten Syriens Symptome aufweisen, die auf einen bereits erfolgten Ausbruch von COVID-19 hindeuten. Diese Fälle können jedoch nicht von medizinischem Personal getestet werden.

„Viruskrankheiten kennen keine Grenzen. Ein immer wahrscheinlicher werdender Ausbruch von Corona in Syrien wird die ohnehin ausgelasteten Hilfsleistungen jenseits ihrer Kapazitäten bringen. Wir müssen jetzt schnell reagieren und Hilfe leisten, indem wir Präventionsmaßnahmen verstärken und die Bereitstellung medizinischer Grundversorgung sicherstellen. Es geht darum, den Menschen in Syrien noch mehr Leid zu ersparen und eine humanitäre Katastrophe abzuwenden“, so Barschdorf-Hager.

Die Hilfe von CARE
Als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus hat CARE ein Programm zur COVID-19-Prävention gestartet, das u.a. die Verteilung von Hygiene-Artikeln und Informationsmaterial, verstärkte Lieferung von sauberem Wasser und sanitäre Einrichtungen umfasst. 

CARE bittet dringend um Spenden: Helfen Sie jetzt mit einem CARE-Hygienepaket um 40 Euro. Spendenkonto CARE Österreich: IBAN AT77 6000 0000 0123 6000 oder online.