• Home
  • Presse
  • CARE: Entwicklungshilfe braucht eine nachhaltige Strategie

CARE: Entwicklungshilfe braucht eine nachhaltige Strategie

CARE appelliert an die Bundesregierung, die ausstehenden entwicklungspolitischen Strategien zu beschließen

Wien, 18. August 2022. „Im Februar hat sich das Leben der ukrainischen Bevölkerung von einem Tag auf den anderen dramatisch gewendet. Mit dem Krieg, der auf dem Rücken der Zivilbevölkerung ausgetragen wird, verschlechtert sich die humanitäre Lage im Land kontinuierlich. Hier konnte sich Österreich als verlässlicher Partner in der Not zeigen“, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Wir begrüßen die zusätzlichen Mittel im Auslandskatastrophenfonds für die Ukraine und ihre Nachbarländer sehr. Diese Maßnahmen gilt es nun angesichts der multiplen Krisen auf der Welt fortzusetzen.“

CARE weist darauf hin, dass noch Mittel im Auslandskatastrophenfonds verblieben sind und schnellstmöglich ausgezahlt werden müssen. „Ausbleibende Lebensmittelimporte, Krankheiten und Wetterextreme führen dazu, dass viele Länder Afrikas derzeit vor einer akuten Ernährungskrise stehen. Im Südsudan kämpfen 7,7 Millionen Menschen ums Überleben – besonders betroffen sind Frauen und Kinder. Es werden dringend mehr Mittel benötigt, um Menschenleben zu retten“, warnt Barschdorf-Hager.

Auch steht seit Ende 2021 immer noch der Beschluss von zwei zentralen entwicklungspolitischen Strategien aus: die Strategie der Humanitären Hilfe der Republik Österreich und das gesetzlich vorgeschriebene Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik. Ohne dieser sind fehlende Schwerpunkte für die entwicklungspolitische Arbeit und humanitäre Hilfe Österreichs zu befürchten.

„Wir appellieren an die österreichische Bundesregierung, die ausstehenden strategischen Dokumente so schnell wie möglich zu beschließen sowie die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit substanziell zu erhöhen“, fordert Barschdorf-Hager. „Die Welt steht vor vielen humanitären Herausforderungen. Wir alle – Hilfsorganisationen, aber auch die Gesellschaft und Politik – sind nun mehr denn je gefordert, einen Beitrag zu leisten. Um nachhaltig humanitäre Hilfe zu leisten, benötigt es eine durchdachte Strategie und die notwendigen Mittel – und die sind nur einen Beschluss weit entfernt.“