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16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen: CARE unterstützt mit #UNSCHLAGBAR Kampagne

Foto: Wien Nord Serviceplan

„Wir wollen mit unserer #UNSCHLAGBAR Kampagne nicht nur Bewusstsein schaffen, sondern auch Lösungen aufzeigen.“

Wien, 24. November 2021. Häusliche Gewalt findet im Verborgenen statt. Bekommt sie keine Aufmerksamkeit, breitet sie sich aus. Ähnlich einer Wunde. Doch anders als bei einer Wunde kann man häusliche Gewalt stoppen, wenn nur genug Menschen aktiv werden und den Finger in die Wunde legen.

Das ist die Idee hinter der CARE-Kampagne #UNSCHLAGBAR – pro bono entworfen von der mehrfach ausgezeichneten Werbeagentur Wien Nord Serviceplan. Im Rahmen von „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ möchte CARE vom 25. November bis 10. Dezember Aufmerksamkeit schaffen und die Menschen dazu anregen, den Finger auf die Wunde zu legen: in einer Instagram-Story oder über Werbebanner in Online-Medien.

Wer den Cursor auf die Wunde legt, erhält Informationen über CARE Projekte zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen. „Global gesehen widerfährt jeder dritten Frau Gewalt1 – meistens durch den Partner oder nahestehende Verwandte. Allein in Österreich verzeichnen wir in diesem Jahr mittlerweile 28 Frauenmorde. Das Problem ist akut und betrifft uns alle“, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Wir wollen deshalb mit unserer #UNSCHLAGBAR Kampagne nicht nur Bewusstsein, sondern auch Lösungen aufzeigen.“

Gewalt gegen Frauen ist ein globales Problem
Ob Pandemie, Naturkatastrophe oder gewaltsame Konflikte, Frauen müssen in Krisen mit zusätzlichen Herausforderungen kämpfen. „Wenn Konflikte ausbrechen und Menschen fliehen, nimmt sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt zu. Oft in dramatischer Weise. Frauen und Mädchen verlieren dann ihr unterstützendes, soziales Netzwerk, wie die Familie oder die Dorfgemeinschaft. Sie sind auf sich allein gestellt und deshalb vermehrt der Gefahr von Gewalt ausgesetzt“, erklärt Barschdorf-Hager. In der DR Kongo zum Beispiel gehen Schätzungen nach zwei Jahrzehnten Flucht und Gewalt von über einer Million vergewaltigter Frauen aus. Was bleibt, sind schwere Verletzungen – an Körper und Seele. Häufig werden die Frauen danach von ihren Ehemännern und den Dorfgemeinschaften verstoßen und müssen mit den Folgen alleine zurechtkommen.

Stärkung von Frauen und Mädchen im Fokus von CARE
CARE hat sich bis 2030 zum Ziel gesetzt, die Gleichstellung von 50 Millionen Frauen und Mädchen voranzutreiben, geschlechtsspezifische Gewalt zu bekämpfen und ihre Stimmen zu stärken. Ein Beispiel dafür ist das Women and Youth Resilience Project (WAYREP) von CARE Österreich in Zusammenarbeit mit der Austrian Development Agency (ADA). Darin unterstützt CARE Frauen und Mädchen sowie junge Männer im Norden Ugandas bei der Verwirklichung ihrer Rechte, etwa mit Spargruppen und Trainings. „Unser Ziel ist es, den Ursachen für Gewalt gegen Frauen entgegen zu treten – nämlich die Ungleichheit der Geschlechter und die Armut“, so Barschdorf-Hager. „Das erreichen wir, indem wir die Frauen sozial und ökonomisch stärken, Unterstützung bei Gewalterfahrung leisten und Aufklärungskampagnen anbieten.“

Über die #16DAYS Kampagne
Die #16DAYS gegen geschlechtsspezifische Gewalt finden heuer zum 30. Mal vom 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, statt. Die Kampagne thematisiert Gewalt gegen Frauen und setzt sich für das Recht auf ein gewaltfreies Leben ein. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der Kampagne auf dem Thema Frauenmord.

1 WHO 2021: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/violence-against-women