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Wie Frauen gegen die Folgen der Klimakrise kämpfen

Es sind diejenigen, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, die dessen Auswirkungen am meisten spüren – und das bereits jetzt. Simbabwe ist eines dieser Länder: Dort nimmt das Ausmaß der Dürren von Jahr zu Jahr zu. Der Klimawandel hat zu einem Mangel an Regen geführt, der viele Missernten zur Folge hat, so dass die Menschen im Land um ihre Ernährung kämpfen müssen. Die hohe Inflation macht Lebensmittel und Saatgut unerschwinglich und damit die Beschaffung von Nahrungsmitteln zur Herausforderung. Wie in vielen Krisen, wirkt sich auch der Klimawandel besonders auf die Situation von Frauen negativ aus. 

„Frauen sind viel stärker von der Dürre betroffen als Männer. Als Frauen sind wir die, die sich um alle anderen kümmern. Ich schlafe als letzte und ich esse, nachdem die Kinder gefüttert wurden.“

Moreladies, 43, Zaka, Simbabwe

Die 43-jährige Moreladies lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern zusammen. Sie liebt die Landwirtschaft und ist die stellvertretende Vorsitzende des Gemeinschaftsgartens, der mit Unterstützung von CARE angelegt wurde. Die kaum vorhandenen Regenfälle führen zur Wasserknappheit: „Früher waren die Regenfälle gut, es gab Rekordernten und die Menschen hatten reichlich zu essen, aber in den letzten Jahren hat sich das Wetter geändert. Unser Vieh stirbt, das Gemüse wächst nicht, weil es keinen Regen und kein Wasser gibt.“ Sie kann das Schulgeld für ihre Kinder nicht bezahlen, weil sie nicht mehr genug Geld verdient und versucht, mit anderen Gelegenheitsjobs wie Nähen und Haareschneiden genug zu verdienen, um über die Runden zu kommen. CARE erzählt sie von ihrer Botschaft an die Welt: „Ich möchte, dass die Menschen aufhören, Ressourcen zu verschwenden und die große Bedeutung des eigenen Umgangs mit Ressourcen wie Wasser verstehen.“

Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, baut die 18-jährige Cleo Mais an. Oft ist das nicht genug und sie ist auf kleinere Jobs angewiesen, damit sie regelmäßig essen kann: „Ich koche immer am Morgen, so kann ich Lebensmittel sparen. Wenn ich noch etwas übrig habe, esse ich das am Abend. Nur an diesen Tagen esse ich zweimal am Tag.“ Cleo hat in der Schule vom Klimawandel und dessen Auswirkungen gelernt. Sie hofft, dass die Menschen gemeinsam daran arbeiten, der Umwelt zu helfen und vertraut dabei besonders auf Frauen: „Ich glaube, dass Frauen die Erde retten können.“

Für die 94-jährige Emily bleibt kaum genug Geld für Lebensmittel. Sie lebt allein in einer kleinen Hütte in einem ländlichen Dorf und ist auf die Unterstützung ihres Sohnes angewiesen. Ihre Ernte, die sie mit ihrem verletzten Bein nur mühsam einbringen kann, fällt oft aus. „Die schlechten Regenfälle sind die Ursache für die schlechten Ernten.“ Sie ist der Meinung, dass man die Natur mehr respektieren muss: „Das Fällen von Bäumen beeinträchtigt die Regenfälle. Auch die Natur braucht einen Tag der Ruhe.“

In dieser Woche findet die Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow statt und es ist umso dringender, jetzt die richtigen Maßnahmen zu treffen. Denn Moreladies, Cleo und Emily sind nur einige der Millionen von Menschen, die unter den Folgen der Klimakrise leiden. Es ist daher höchste Zeit den Frauen zuzuhören, die schon jetzt vom Klimawandel betroffen sind:

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