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Weltmädchentag: „Ich vermisse meine Schule und meine Lehrerin“

Foto: OCHA/Charlotte Cans

„Dass wir Mädchen nicht mehr in die Schule gehen dürfen, hat unser Herz gebrochen und unsere Hoffnung zerstört. Ich vermisse meine Schulkolleginnen und meine Lehrerin. Ich möchte zurück in meine Klasse!“ Was dieses Mädchen* (14) aus Afghanistan sagt, beschreibt die verzweifelte Lage vieler Schülerinnen in ihrem Land. Zum Weltmädchentag (11. Oktober) zeigt CARE auf, wie verbreitet es ist, dass Mädchen der Zugang zu Bildung versperrt bleibt. Die Corona-Pandemie hat dies noch einmal verschärft.

Die Zukunft von Millionen von Mädchen ist in Gefahr, weil sie nicht zur Schule gehen dürfen. Die geringsten Chancen auf Bildung haben Mädchen in Somalia. Auch in Sierra Leone und Afghanistan bleibt der Zugang zu Schule Mädchen zumeist verwehrt, stellte das Center for Global Development in einer Studie fest.

„Während der Corona-Pandemie konnten bis zu 1,2 Milliarden Kinder keine Schule besuchen. In vielen Ländern des Globalen Südens sind die Klassenzimmer immer noch leer“, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Am häufigsten vom Unterricht ausgeschlossen sind Mädchen. Das hat nicht nur drastische Auswirkungen auf ihre Entwicklung, sondern auch auf ihr späteres Einkommen und damit ihre Unabhängigkeit.“

In Afghanistan wird Mädchen das Recht auf Bildung seit kurzem gänzlich abgesprochen. Dabei steigert nach Angaben der Vereinten Nationen jedes Jahr Schule das künftige Einkommen um etwa 3,9 Prozent. „Es trifft immer wieder Mädchen, weil sie diejenigen sind, die traditionell im Haushalt unterstützen, auf ihre Geschwister aufpassen oder andere Hilfsarbeiten erledigen müssen“, so Barschdorf-Hager. „Das ist zutiefst ungerecht. Wir müssen dringend noch stärkere Anstrengungen unternehmen, um Mädchen weltweit gezielt zu fördern.“

CARE hat mit einem Mädchen* in Afghanistan gesprochen, das wie so viele andere weiter für seine Zukunft kämpfen will. „Schule ist für Mädchen und für Buben wichtig. Ich hoffe, dass ich meine Ausbildung fortsetzen werden können“, sagt die 17-Jährige.

*Anmerkung: Es handelt sich nicht um das Mädchen auf dem Foto.

CARE unterstützt Frauen und Mädchen in über 100 Ländern weltweit. Neben Unterrichtsmaterial stellt CARE in vielen Schulen warme Mahlzeiten zur Verfügung und kümmert sich um die Errichtung und Instandhaltung von getrennten Waschräumen für Mädchen und Jungen. Das ist für viele Mädchen die Voraussetzung, um zur Schule gehen zu dürfen. Gemeinsam mit Partnern wie lokalen Behörden leistet CARE Aufklärungsarbeit und stellt Eltern finanzielle Mittel zur Verfügung, damit sie es sich leisten können, ihre Töchter in die Schule zu schicken.

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