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Wetterextreme: Taifune in Südostasien sorgen für Leid und Zerstörung

Die Philippinen und Vietnam leiden unter den verheerenden Folgen tropischer Stürme. Sie treten durch den Klimawandel immer häufiger auf.

Gleich mehrere humanitäre Krisen treffen gerade Südostasien. Vietnam und die Philippinen gehören zu den am stärksten von Klimawandel-Folgen betroffenen Ländern. Zuletzt sorgten dort die tropischen Stürme Goni, Vamco und Molave für Verwüstung und enorme Schäden.

Hunderttausende haben ihr Zuhause verloren. Wir erwarten, dass die Situation in den kommenden Jahren nicht einfacher werden wird”, sagt Mary Joy Gonzales, CARE-Helferin auf den Philippinen. Dazu kommt die COVID-19-Pandemie.

„Besonders unter den Menschen, die vor den Taifunen in Evakuierungszentren geflüchtet sind, herrscht Angst vor der Pandemie. Dort fällt Social Distancing durch die räumliche Enge sehr schwer. Auch eine Zunahme an Gewalt gegen Frauen und Mädchen müssen wir feststellen.

Der tropische Sturm Molave sorgte in Vietnam für Überschwemmungen und Erdrutsche. Auch hier sind Hunderttausende Menschen betroffen. „Viele Regionen leiden weiterhin unter den Überschwemmungen. Zudem sind die Folgen der Pandemie spürbar. Besonders für 13 Millionen im informellen Sektor Beschäftigte bedeutet das teils drastische Einkommenseinbußen”, erklärt Dung Le Kim, CARE-Länderdirektorin in Vietnam.

Am schwersten betroffen sind Menschen in ländlichen Gebieten. Ihre Lebensgrundlage ist akut bedroht. Sie verlieren durch die Überschwemmungen den Zugang zu notwendiger gesundheitlicher Versorgung.

Mit dem steigenden Risiko von extremen Wetterereignissen als Folge des Klimawandels drohen Ernten zunichte gemacht zu werden. Die Lebensmittelversorgung gerät in Gefahr. „In den Projekten von CARE geht es deshalb auch darum, die Landwirtschaft gegenüber dem Klimawandel und seinen Folgen widerstandsfähiger zu machen”, erklärt Dung Le Kim.

Für den CARE-Klimaexperten Sven Harmeling bestätigen die Wetterextreme, dass dringend politische Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels und seiner Folgen nötig sind: „Wieder erleben wir ein Rekordjahr, was die Anzahl Anzahl an Hurricanes betrifft. Die Temperaturen steigen weiter. Es gibt politische Signale, die zuversichtlich stimmen. Aber es ist mehr nötig und möglich.”

Um auf die Folgen von Naturkatastrophen und des Klimawandels reagieren zu können, sei es vor allem nötig, die Bedürfnisse der Betroffenen zu kennen, stimmen Mary Joy Gonzales und Dung Le Kim überein: „Wenn CARE Hilfe leistet, geschieht das immer bedarfsorientiert. Dafür muss man den Menschen zuerst einmal genau zuhören.”

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