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Syrische Flüchtlinge: Vertrieben und ohne Hoffnung

Najlaa (27) blickt mit Sorge auf ihre fünf Kinder. Die syrische Familie lebt in der Türkei und kein einziges Kind geht zur Schule. Die Geschwister im Alter zwischen zwei und zwölf haben schon viele wertvolle Jahre Bildung durch den Krieg in Syrien verloren.

Daheim im besetzten Aleppo gab es jeden Tag Angriffe und die Kinder konnten nicht zur Schule. Dann flohen sie nach Idlib im Norden des Landes. Wieder zog die Familie weiter – über die Grenze in die Türkei. Als sie ihren neuen Wohnort Kilis endlich erreicht hatten, war es zu spät, die Kinder einzuschulen.

Wie Najlaas Familie geht es Millionen von SyrerInnen, die ihr Zuhause verloren haben. Seit mehr als 7 Jahren ist nun Krieg in ihrer Heimat. Im Exil müssen sie neu anfangen. Viele sind nur mit dem geflüchtet, was sie bei sich trugen.

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Najlaas Mann Saleem (30) hat in der Türkei Arbeit als Schneider gefunden. „Das Leben hier ist sicher, aber teuer. Ich würde gerne arbeiten. Aber ich kann die Kinder nicht alleine lassen“, sagt Najlaa. Als Mutter ist ihr größter Wunsch, dass ihre Kinder bald zur Schule gehen können. „Mir ist es sehr wichtig, dass sie Bildung erhalten!“ Najlaa selbst hatte nicht das Glück, einen Schulabschluss machen zu können.

CARE unterstützt die Familie dabei, ihre karge Unterkunft bewohnbar zu machen. Das undichte Dach und das WC wurden repariert. In der Küche wurden ein Wasserhahn angeschlossen und ein Abwaschbecken eingerichtet. Fenster und Türen wurden erneuert.

Bis zum Ende des Sommers 2018 wird CARE in Kilis 400 Wohnungen sanieren. Die Stadt mit 93.000 EinwohnerInnen hat mehr als 130.000 Flüchtlinge aufgenommen. Najlaa ist dankbar für die Hilfe. Syrien kann sie jedoch nicht vergessen, obwohl sie sagt, dass sie keine Hoffnung mehr auf Rückkehr hat.