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Syrische Flüchtlinge im Jemen: Vom Krieg eingeholt

Von Hala Mejanni, Projektmitarbeiterin CARE International im Jemen

Stell dir vor, du wachst in deinem Zuhause auf und bist umgeben von einem unerwarteten Krieg. Bomben haben die Nachbarhäuser zerstört, überall brennen Feuer. Du kannst deine Verwandten nicht erreichen und befürchtest, sie könnten tot sein. Also nimmst du alles, was du bei dir hast und fliehst mit deiner Familie in ein anderes Land, in dem du hoffst, Sicherheit, Frieden und Unterstutzüng zu finden. Aber auch in diesem Land bricht bald ein Krieg aus.

"Wir können nirgendwohin gehen"

Etwa 15.000 SyrerInnen müssen im Jemen erneut um ihr Leben fürchten. Ich bin eine von ihnen. Auch im Jemen detonieren Bomben und Häuser stehen in Flammen. Während andere AusländerInnen evakuiert werden, gibt es für uns syrische Flüchtlinge keine Hilfe.

Viele versuchen verzweifelt, einen Weg zu finden, auch den Jemen wieder verlassen zu können. Die wenigsten aber können die finanziellen Mittel für eine erneute Flucht über Land aufbringen und setzen sich einer noch größeren Gefahr aus, wenn sie versuchen, nach Übersee zu flüchten.

"Wir leben in ständiger Angst, getötet zu werden"

Als Managerin des Syrien-Projekts von CARE International im Jemen erreichen mich immer mehr Anrufe verzweifelter syrischer Flüchtlinge. In ständiger Angst getötet zu werden, verlassen viele ihre Wohnung nicht mehr. Viele sind ohne Zugang zu Nahrung und Wasser in der Stadt Aden eingeschlossen.

Jene Flüchtlinge, die sich in kleine Dörfer retten konnten, mögen vielleicht in einer weniger gefährlichen Umgebung sein, haben aber keine Perspektive: wie sollen sie ohne Einkommen und Hilfe den anhaltenden Krieg überleben?

CARE gehört zu den wenigen Organisationen, die SyrerInnen im Jemen unterstützen

CARE ist eine der wenigen Organisationen, die syrische Flüchtlinge im Jemen unterstützt.
In den letzten Monaten hat CARE 1.300 syrischen Familien geholfen, Mietzahlungen tätigen zu können und eine ordentliche Unterkunft zu finden.

Weitere 800 Haushalte konnten mit nötigen Haushaltswaren und Hygienepaketen ausgestattet werden.
Insgesamt konnte CARE so bisher etwa 10.000 syrischen Frauen, Männern, Mädchen und Jungen im Jemen helfen.
Aber die Hilfe muss weitergehen! Noch immer leiden tausende Flüchtlinge im Jemen und andernorts, die nicht vergessen werden dürfen!