Diese Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen.
Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Alle Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Syrische Flüchtlinge: Große Liebe findet Zuflucht im Exil

 

 

Ibrahim (arbeitete in Jordanien, als der Krieg in <,strong>Syrien ausbrach. Er war in Sicherheit und kehrte aus Liebe dennoch wieder zurück. Er heiratete Fatima (aus seinem syrischen Heimatdorf, in die er schon seit Jahren verliebt war.

 

Zuerst flohen die beiden innerhalb von Syrien vor dem nahenden Krieg, doch die Bombenangriffe und Feuergefechte holten sie ein. Nach einigen Monaten wagten sie die Flucht nach Jordanien.

 

CARE-Mitarbeiter Mahmoud Shabeeb traf die beiden im Flüchtlingslager Azraq. Außer ihrer großen Liebe konnten sie aus ihrer Heimat kaum etwas retten. Das ist ihre Geschichte:

 

„Fatima und ich waren bereits seit sieben Jahren ineinander verliebt, als ich eines Tages hörte, dass ein anderer Mann um ihre Hand anhielt,“ sagt Ibrahim. „Ich wollte sie schon immer heiraten und habe nur darauf gewartet, dass sich die Lage in unserer Heimat Idlib beruhigt.“ Als Ibrahim erfährt, dass er Fatima womöglich an einen Anderen verlieren könnte, riskiert er sein Leben, um zurückzukehren und sie zu heiraten. „Sie ist die Liebe meines Lebens“, sagt er schlicht.


Ibrahim gelangt über die Türkei zurück nach Syrien. „Die Reise dauerte mehr als zwei Tage und kostete mich viel Geld, aber ich war glücklich. Es war die ganzen Strapazen wert“, erzählt er.

 

Helfen Sie syrischen Flüchtlingen mit Ihrer Spende! Danke!


Ibrahim und Fatima blieben sechs Monate in Hama, wo Ibrahims Familie lebt. Sie beschreiben die Situation in ihrem Heimatort Idlib als trostlos. „Wir wurden ständig bombardiert“, sagen sie. „Alle Häuser wurden zerbombt oder niedergebrannt.“ Das junge Paar floh nach Jordanien.


Fatima hat einen Universitätsabschluss in arabischer Literatur. „Ich habe vorher als Arabischlehrerin gearbeitet“,  erzählt sie. „Ich vermisse mein altes Leben, aber am meisten vermisse ich meine Familie. Dennoch: Wir mussten weggehen.“

Fatima und Ibrahim kamen in Jordanien mit nur zwei Koffern an. Mehr konnten sie nicht tragen. „Wir blieben drei Tage lang an der Grenze. Es war sehr kalt. Wir schliefen auf dem nackten Boden und teilten uns eine Decke“, erinnert sich das Paar an die Flucht. „Dabei hatten wir es besser als viele tausend andere dort gestrandete Menschen. Einige mussten Gras essen, um zu überleben. Wir hatten zumindest ein wenig Brot, das für einige Tage reichen musste.“


Shamsa, eine Nachbarin aus Hama, war mit Ibrahim und Fatima geflohen. Auf der gefährlichen Reise teilten die drei Nahrung und Wasser, schliefen im Freien und erlitten gemeinsam alle Strapazen. Seitdem stehen sie sich sehr nah.

Vor der Ankunft im Flüchtlingslager Azraq waren sie aufgeregt. „Wir hörten viele Geschichten über syrische Flüchtlingslager: unorganisiert und chaotisch,“ erzählen Ibrahim und Fatima. „Aber seit unserem ersten Tag im Lager Azraq stellen wir fest, dass es viel besser war als erwartet. Wir werden uns morgen bei CARE für Freiwilligenarbeit melden.“


Ibrahim erfuhr im Flüchtlingslager von der gemeinnützigen Arbeit von CARE. Ein Nachbar riet ihm, sich an CARE zu wenden, um sein Smartphone aufzuladen. Über das Mobiltelefon besteht oft die einzige Verbindung, die Flüchtlingen mit ihrer Heimat und ihrer Familie geblieben ist.

Von seinem Nachbarn hörte Ibrahim: „Wenn du Fragen hast, dann geh einfach zu CARE. Sie werden dir helfen. Sie helfen immer." Und so kam er zu CARE.

Ibrahim und Fatimas Wünsche unterscheiden sich nicht von denen anderer Flüchtlinge. „Alles, was wir uns wünschen, ist in Sicherheit zu leben – in Syrien“, sagen sie.

CARE hilft Flüchtlingen wie Ibrahim und Fatima dabei, sich wieder ein neues Leben aufzubauen. Helfen Sie mit! Danke!