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Syrien: 300.000 Menschen in der Winterkälte auf der Flucht

Mitten im Winter sein Zuhause zurücklassen und sich auf einen gefährlichen Weg machen: So geht es tausenden Familien in Syrien. Sie fliehen vor Gewalt im Süden der Region Idlib. Allein im Dezember 2019 sind es 300.000 Menschen, die verzweifelt Schutz suchen. Mehr als 80 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder.

Für die meisten von ihnen gibt es keinen warmen Unterschlupf – für manche nicht einmal ein Notquartier. Rund 135.000 Menschen leben in Zelten, in zerstörten Gebäuden, unter Planen unter Bäumen oder überhaupt im Freien. Sie brauchen dringend Hilfe! Benötigt werden Nahrung, Decken, Winterkleidung und Notunterkünfte.

Der harsche Winter macht die Lage der Flüchtlinge noch schlimmer. Zu Beginn des Jahres gibt es in Idlib starke Regenfälle. Nachts fallen die Temperaturen bis zum Frost.

Alis Füsse versinken tief im kalten Schlamm. Jeden Tag muss der Bub Wasser holen und zum Zelt tragen, in dem er mit seiner Familie untergekommen ist. „Ich möchte zurück nach Hause und wieder in die Schule gehen“, sagt er. „Ich möchte mit meinen Freunden spielen.“ Wie lange Ali im Winter im Zeltlager (Foto oben) ausharren muss, ist ungewiss.

Jameel hat zwei Kinder bei Angriffen in Aleppo verloren. Jetzt versucht er, seine drei überlebenden Kinder, seine Frau und seine Schwester in Sicherheit zu bringen. Mehr Habseligkeiten als ein paar Decken und Kleidung haben sie nicht mehr. „Es gibt niemand, der uns hilft“, sagt Jameel zu einem CARE-Mitarbeiter.

Familienvater Louay bricht mit drei Kindern und seiner Frau auf, nachdem sein Zuhause eine Nacht lang beschossen wird. „Wir sind alle ins Auto hinein und ins Ungewisse losgefahren.“ Mehrere Tage irren sie von Dorf zu Dorf und können nirgendwo bleiben. Sie schlafen im Auto. Am Ende findet Louay ein verlassenes Geschäftslokal, das er mieten kann. „Jetzt warten wir hier. Wir wissen nicht, wie wir weitermachen.“

Bitte helfen Sie Flüchtlingen in Syrien!

Fotos: Ihsan Relief, Shafak