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Ruanda: Chili-Farmerin Marie heizt der Dorf-Wirtschaft ein

Im Genozid von 1994 verlor Marie Consolee Ehemann und Kind. Auch ihre Hoffnung wurde ihr genommen.  Aber jetzt, nach über 20 Jahren, blickt die ehemalige Lehrerin in eine bessere Zukunft. „Ich muss nicht länger um Geld oder andere Dinge betteln. Was ich brauche, kann ich mir jetzt allein besorgen.“

Was hat sich geändert?

Im ländlichen Ruanda, wo Marie und mehr als 80% der Bevölkerung leben, ist die Armut groß. Marie und ihre Familie – sie selbst, der überlebende Sohn und verwaiste Nichten – waren oft darauf angewiesen, bei den Nachbarn um Geld zu betteln. Ab und zu brachte eine Arbeit als TagelöhnerIn auf dem Feld ein paar Francs ein, meistens nicht mehr als insgesamt 40 US Dollar im Monat. 2009 trat Marie dann einer Village Savings and Loan Group (rong>Kleinspargruppe) bei, die von CARE organisiert wurde.

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Mit 30 Leuten aus dem Dorf sparte Marie so viel Geld zusammen, dass schließlich ein Mikro-Unternehmen gegründet werden konnte. Nach und nach veränderte sich alles. Neun Monate nachdem Marie der Gruppe beigetreten war, bewarb sie sich als eine der Ersten um ein Darlehen.  

Sie wusste, dass Chilischoten immer zu einem guten Preis verkauft wurden und so lieh sie sich 50.000 Ruanda-Francs (0 US Dollar) und kaufte ihre ersten Setzlinge., Das Wetter in diesem Jahr war sehr trocken. Aber mit einem größeren Netzwerk und mehr Freunden als früher war Marie trotzdem guter Dinge.

Maries Investition zahlte sich aus

Als ihre Ernte zu verderben drohte, lieh sie sich weitere 70.000 RWF und engagierte Hilfe, um Wasser von der Pumpe im Dorf zu ihrem Feld zu transportieren. Die Investition zahlte sich aus: Marie erwirtschaftete 480.000 RWF (S Dollar) mit dieser ersten Ernte. Das war genug, um ihre <,strong>Kredite abzubezahlen und neues Land zu kaufen.

Heute baut sie neben Chilis auch Bananen an und verdient im Jahr fast das Achtfache des Preises für ihre erste Ernte, nämlich 3.840.000 RWF (20 US Dollar). Je nach Jahreszeit beschäftigt sie bis zu ,16 Nachbarn auf ihren Feldern.

"Ich bin ein Vorbild in meinem Dorf"

Aber für Marie ist das noch nicht genug: um ihrer Konkurrenz voraus zu sein, hat sie angefangen, Geld für den Bau eines Wassertanks zu sparen. Mit dem Tank kann sie ihre eigenen Keimlinge ziehen und diese dann für 10.000 RWF (S Dollar) pro Stück verkaufen.  

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Sie hat auch ein neues Haus für ihre Familie gebaut. Außerdem gibt es genug  Essen und ihre Familie kann sich eine Krankenversicherung leisten.„Ich bin jetzt Beraterin für die Leute aus meinen Dorf und darüber hinaus, wenn sie selbst ein kleines Unternehmen gründen wollen. Ich bin ein Vorbild“ sagt Marie stolz. „Ich habe mein Leben geändert.“