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Nicht genug Nahrung: Alle vier Sekunden stirbt ein Mensch an Hunger

Foto: Sarah Easter/CARE

Wir erleben eine der schlimmsten Hungerkrisen, die es je gegeben hat. 828 Millionen Menschen haben zu wenig zu essen. Bis Jahresende könnten es eine Milliarde Menschen sein. „Weltweit stirbt alle vier Sekunden ein Mensch an Hunger. Wir befinden uns in einer globalen Hungerkrise. Durch Konflikte, Klimawandel, soziale Ungerechtigkeit, ökonomische Schocks und Covid-19 wird sie noch weiter angeheizt“, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich.

Ein Grund dafür ist der Krieg in der Ukraine, der weltweit zu Lieferengpässen und massiven Teuerungen führt. Auf dem internationalen Markt fehlten im Sommer 25 Millionen Tonnen Weizen. Die Länder Afrikas importierten vor dem Krieg knapp die Hälfte ihres Weizens aus der Ukraine und Russland. Am Horn von Afrika sind mittlerweile fast 5,5 Millionen Kinder von akuter Mangelernährung bedroht. Vor allem bei Kindern unter fünf Jahren entstehen durch fehlende Nährstoffe unumkehrbare Schäden bei der körperlichen und geistigen Entwicklung. Nach Jahren der Dürre fehlt es in vielen Regionen auch an Trinkwasser. Das verschärft die Krise noch mehr.

Foto: Saddam Mohamed/CARE

In Somalia haben fast acht Millionen Menschen zu wenig Nahrung. Zahlreiche Kinder starben bereits an Unterernährung. In der Bay-Region im Süden Somalias steht eine Hungersnot bevor, von der 230.000 Menschen betroffen sind. Auch in Afghanistan müssen sich viele Eltern jeden Tag fragen, woher sie die nächste Mahlzeit für die Kinder nehmen sollen. Fast 23 Millionen Menschen haben zu wenig zu essen. Jede zehnte Familie muss eine Tochter verheiraten, um zu überleben.

In Österreich bleiben wir von den Auswirkungen des Krieges nicht verschont. Vor allem die steigenden Preise machen vielen zu schaffen. Doch für Familien im Nahen Osten oder in Afrika sind sie lebensbedrohlich. Nahrungsmittel sind für viele unerschwinglich geworden. Dazu kommt der Mangel an Wasser nach der langen Trockenheit. Ernten werden vernichtet, Vieh verdurstet.

So hilft CARE

  • Mit Gesundheits- und Ernährungszentren: Hier werden Schwangere, Mütter und ihre Kinder medizinisch versorgt und betreut. Babys und Kleinkinder erhalten Aufbaukost mit hohem Nährstoffanteil, um wieder zu Kräften zu kommen.
  • Mit CARE-Ernährungsprojekten: Wir sichern notleidenden Familien Nahrungsmittel wie Reis, Hirse, Hülsenfrüchte und Öl. Auch dürreresistentes Saatgut wird bereitgestellt.
  • Mit Schulungen und Wasserprojekten:  Wir unterstützen die Menschen bei der Anpassung an die Erderwärmung. Unsere Hilfsprogramme tragen dazu bei, dass sich die Menschen in den Krisengebieten nachhaltig wieder selbst ernähren können.

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