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NGOs fordern mehr Einbeziehung von Frauen

Der Weltgipfel der Humanitären Hilfe (umanitarian Summit) soll wesentliche Reformen auf den Weg bringen, um Menschen, die, von Krisen betroffen sind, besser zu schützen und zu helfen.

20 Organisationen fordern anlässlich des Welttags der humanitären Hilfe in einem Positionspapier dazu auf, die Führungsrolle von Frauen, ihre Gleichstellung und geschlechtsbasierte Gewalt ins Zentrum dieser Reformen zu stellen.

Forschung und Erfahrung belegen eindeutig, dass das Versäumnis, die geschlechtsspezifischen Auswirkungen von Krisen, wie sexuelle und reproduktive Gesundheit und Gewalt, zu berücksichtigen, eine der größten Schwächen und wiederkehrenden Lücken in der Katastrophenhilfe sind.

Frauen, Mädchen und lokale Frauenrechtsorganisationen zählen in Krisensituationen oft zu den ersten Helfern vor Ort und leisten wichtige Arbeit im Wiederaufbau – dennoch werden ihre Anstrengungen allzu oft nicht anerkannt. Steht die Rolle von Frauen und Mädchen im Zentrum der Ergebnisse des Weltgipfels der Humanitären Hilfe, können mehr Leben gerettet und die Widerstandsfähigkeit verbessert werden.

Das Positionspapier basiert auf Erfahrungen von Frauen aus von Konflikten betroffenen Gemeinden und lokalen Frauenrechtsorganisationen, die in Regionen arbeiten, die von Konflikten oder Naturkatastrophen betroffen sind. Darüber hinaus flossen Empfehlungen aus Konsultationen mit über 40 Frauen bei der UN Frauenrechtskommission (015) und mit über 75 RepräsentantInnen von Frauenrechtsorganisationen in Lateinamerika (015),, aus einem Workshop in Den Haag zum 15. Jahrestag der UN-,Sicherheitsratsresolution 1325 (015) und einer Online-Konsultation im Juli 2015 ein.


Regierungen, UN-Agenturen, Zivilgesellschaft und der private Sektor werden dazu aufgefordert:

1. Frauen aus von Konflikten betroffenen Gemeinden zu stärken, damit diese an humanitären Hilfseinsätzen, Schutz- und Wiederaufbauprogrammen, der Formulierung von humanitären Strategien sowie an Bemühungen zur „Verantwortlichkeit gegenüber betroffenen Menschen“ teilnehmen;

2. die Beteiligung von lokalen Frauenrechtsorganisationen in humanitären Einsätzen durch Reform der Finanzierung von humanitärer Hilfe, Partnerschaften und Koordination zu priorisieren;

3. die Fähigkeit der Regierungen zu stärken, die Gleichberechtigung der Geschlechter und geschlechtsspezifische Gewalt in Strategien und Programmen zur nationalen Katastrophenvorsorge und des Katastrophenschutzes zu berücksichtigen;

4. Minimalstandards zu Geschlechtergleichstellung und geschlechtsspezifischer Gewalt bei den Ergebnissen zur Effektivität der humanitären Hilfe und Rechenschaft zu definieren;

5. die Roadmap 2020 des „Call to Action zum Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt in Krisensituationen“ und die Überprüfung der Umsetzung von UN-Sicherheitsrats-Resolution 1325 anlässlich ihres 15-jährigen Bestehens zu nutzen und in die Ergebnisse des Gipfels zur Gleichberechtigung der Geschlechter und geschlechtsspezifischer Gewalt einfließen zu lassen; und spezifische Verweise zu geschlechtsbasierter Gewalt in den Ergebnissen zum internationalen humanitären Recht einzubeziehen;

6. den Weltgipfel der Humanitären Hilfe zu nutzen, politische Unterstützung für humanitäre Hilfe und Achtung des internationalen humanitären Rechts zu bekräftigen.

Positionspapier auf englisch hier runterladen.