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Nepal nach dem Erdbeben: Trockenes Land auf einst fruchtbaren Feldern

Das Dorf Bhimtar ist eigentlich bekannt für seinen fruchtbaren Boden, auf dem die verschiedensten Gemüse-, Obst- und Getreidesorten angebaut werden können.

„Im Jahr 1963 haben die DorfbewohnerInnen ein Bewässerungssystem gebaut. Das Wasser wurde vom Fluss Sisney über einen drei Kilometer langen Kanal umgeleitet und auf 1.000 Hektar Land verteilt. Das war die Lebensgrundlage für 250 Haushalte“, erklärt Krishna, ein Bewohner. Bis zum Erdbeben im April 2015 – seither ist alles anders.

Durch das Erdbeben wurden zahlreiche Erdrutsche ausgelöst, der Kanal wurde verschüttet und teilweise stark beschädigt. Viele Felder konnten nicht mehr bewirtschaftet werden und liegen seither brach. „Es gab mehrere Anläufe, den Kanal wieder funktionstüchtig zu machen. Leider fehlten den Dorfbewohnern die nötigen Kenntnisse, um die Reparaturen sachgemäß durchzuführen“, berichtete Krishna. Außerdem gab es am Anfang andere Prioritäten – ein Dach über dem Kopf zum Beispiel.

„Schließlich haben wir das Thema in die REFLECT-Gruppe eingebracht, als die Sprache auf sinkende Erträge und entsprechend verringertes Einkommen kam.“ In den REFLECT-Gruppen von CARE bespricht die Dorfgemeinschaft, was ihre drängendsten Probleme sind – und wie man diese gemeinsam beheben kann.

In Abstimmung mit lokalen Behörden wurde beschlossen, den Kanal ein für alle Mal wiederaufzubauen. Denn fest steht: Ohne Bewässerung kann das grundsätzlich fruchtbare Land nur sehr eingeschränkt bewirtschaftet werden.

In nur zwei Wochen konnten die Mitglieder der REFLECT-Gruppe zusammen mit 125 anderen DorfbewohnerInnen und dem Komitee für Bewässerungsangelegenheiten den Kanal säubern. „Jetzt müssen wir ihn noch reparieren. Weil er so lange verschüttet war, wurden teilweise Häuser aufgebaut, wo vorher der Kanal verlief. Also müssen wir jetzt Rohre verlegen“, so Krishna.

Auf den unbewässerten Feldern bauen die Dorfbewohner in der Zwischenzeit Senf an. Das daraus gewonnene Öl dient nicht nur der Selbstversorgung, sondern wird auch verkauft. „Wir ersparen uns viel Geld, weil wir selbst Speiseöl herstellen können“, freut sich Krishna. „Und wir haben sogar zusätzliches Einkommen durch den Verkauf. Damit können wir weiteres Saatgut kaufen und in den Gemüseanbau investieren.“

Dieses CARE-Projekt, umgesetzt mit Unterstützung der Europäischen Union und Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, unterstützt insgesamt drei ländliche Gemeinden, ihre Widerstandsfähigkeit gegen Katastrophen zu stärken. Wie erfahren Sie hier.