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Nepal: Schutz vor Überschwemmungen

Tara Rimal (lebt in einem von Überschwemmungen gefährdeten Gebiet in, Nepal. Die Gemeinde Tangtutli liegt zwischen den Flüssen Kulariya und Dhobeni. Rund 46 Haushalte sind  jedes Jahr von Überschwemmungen betroffen. Die Fluten zerstören Häuser, vernichten Eigentum und führen dazu, dass Land verloren geht.

In Taras Leben drehte sich bis vor kurzem alles um Hausarbeit und Versorgung der Kinder. Sie ging bis zur 5. Klasse in die Schule, heiratete im Alter von 16 und mit 24 war sie schon Mutter von vier Töchtern. Ihr einziger Besitz ist ein Stück Land am Fluss Dhobeni, das von Überschwemmungen bedroht ist.

Tangtutli war eines der Gebiete, wo die Projekte SAMRAKSHAN und VISTAR von CARE Nepal stattfinden. Diese Projekte zur Verringerung des Katastrophenrisikos werden vom Europäischen Amt für Humanitäre Hilfe (/strong> und von der Austrian Development Cooperation (/,strong> finanziert.

<,p>Es wurde ein Komitee für das lokale Katastrophenrisikomanagement (DMC) eingerichtet. Tara wurde als Koordinatorin für das Komitee ausgewählt.

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Das erste CDMC Treffen wurde von den verschiedensten Stakeholdern wie PolitikerInnen besucht. Tara sagte, dass sie bei der Begrüßung sehr nervös war und vor Angst zitterte.

Beim nächsten Treffen hatte Tara ihr Selbstbewusstsein wiedergefunden und setzte sich für einen Steinwall zum Schutz ihrer Gemeinde ein. Ihr Vorschlag wurde vom Village Development Committee (angenommen. Aber das Gebiet, das für die Aufschüttung ausgewählt wurde, ist, in Privatbesitz und der Besitzer war zunächst gegen den Bau. Doch das Komitee konnte das Problem lösen.

Im März 2012 startete das Damm-Projekt. Es wurde durch das VDC sowie CARE Nepal mit insgesamt 4.400€ finanziert. Zusätzlich unterstützten Gemeindemitglieder den Bau durch ihre Arbeit am Damm. Die Leute im Dorf sagten, dass sie sich durch den Bau des Dammes besser geschützt vor Überschwemmungen und Landerosion fühlen.

Auf einen Vorschlag von Tara organisierte das CDMC eine Anpflanzungsveranstaltung zum Weltumwelttag 2013. Jeder Haushalt setzte Narkat, eine regionale Rohrpflanze, und eine Bambuspflanze. Diese Bepflanzung erstreckt sich 350 Meter entlang des Dammes und 200 Meter in andere Gebieten am Dhobeni Fluss. Zusätzlich wurde ein 20 Meter langer Damm gebaut, um ein Haus, das von Überschwemmungen bedroht ist, zu schützen.

Tara erinnert sich, wie es kam, dass sich in ihrem Dorf alles zum Besseren wendete: „Vor 2 bis 3 Jahren waren die Überschwemmungen das Hauptproblem und die Gemeinde konnte nichts Wirksames dagegen tun. Die Menschen sahen die Überschwemmungen als natürliches Phänomen an, gegen das sie nichts machen können. Auch als das Problem dem Zuständigen im VDC vorgetragen wurde, waren die Reaktionen nicht positiv. Jetzt ist die Lage jedoch anders. Das VDC half uns Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen und unterstützte uns bei der Vermittlung der relevanten Stakeholder. Im Aktionsplan des VDC sind nun auch Maßnahmen zum Schutz vor Katastrophen enthalten.“

Taras Selbstvertrauen und Kompetenz sind durch ihre Mitwirkung gewachsen. Die einst schüchterne Frau, die früher kaum in der Lage war, sich selbst vorzustellen, hat sich verändert. „Taras Leistungen sind unglaublich – sie hat die Planungs- und Umsetzungsfähigkeiten eines Mannes“, sagt Prem Budha, der Sekretär des VDC, voller Stolz.

Tara lebt auch ihren eigenen Töchtern vor, wie man mit schwierigen Situationen umgeht. Vor nicht all zu langer Zeit waren die Tätigkeiten von Tara auf den Haushalt beschränkt. Aber nun nimmt sie viele neue Aufgaben war. Sie ist nicht nur als CDMC Koordinatorin tätig, sondern engagiert sich auch in anderen Gemeindeorganisationen. Außerdem nimmt sie an den VDC Treffen teil.

Tara hat so viele Fortschritte gemacht, dass sie zu einem Vorbild für Frauen und für die ganze Gemeinde wurde. Sie freut sich, einen Beitrag zur Weiterentwicklung zu leisten.