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Neustart nach dem Erdbeben in Nepal: Plötzlich Unternehmerin

„Das Erdbeben 2015 hat nicht nur die Gebäude, sondern unser Leben in seinen Grundfesten erschüttert“, erinnert sich Kalika Dapal. Die 35-Jährige war gerade auf dem Nachhauseweg, als die Erde zu beben begann. „Es war komplettes Chaos. Überall. Wenn ich heute daran zurückdenke, bekomme ich noch immer Gänsehaut.“

Einen Monat lang hatten Kalika und ihr Mann kein Dach über dem Kopf, bis eine Hilfsorganisation dem Ehepaar eine Notunterkunft zur Verfügung stellte. Ihr Einkommen als Erntehelfer reichte nicht aus, um ihr Haus wieder aufzubauen.

2018 wurde Kalika dann Mitglied einer REFLECT-Gruppe von CARE. In diesen Gruppen bespricht die Dorfgemeinschaft die drängendsten Probleme – und wie man diese gemeinsam lösen kann. CARE unterstützt dann diese Vorhaben. Kalikas REFLECT-Gruppe beschloss, den ärmsten, am schlimmsten vom Erdbeben Betroffenen zu helfen, sich wieder eine Lebensgrundlage aufzubauen – und wählte Kalika für das CARE-Training aus.

„Ich wollte Gemüse für den Verkauf anbauen. Also habe ich Land gepachtet“, berichtet Kalika. Von CARE erhielt sie zu Beginn die Samen und eine Schulung für den kommerziellen Anbau von Gemüse. „Ich habe Gurken, Tomaten, grünen Chili, Kürbis und Bohnen angepflanzt“, so Kalika. „Außerdem habe ich durch das Projekt erfahren, dass die lokale Behörde landwirtschaftliche Investitionen fördert. Dort habe ich um Unterstützung für einen Folientunnel angesucht.“ 80 Prozent der Kosten wurden schließlich von der Behörde getragen.

Ihre Investitionen haben sich ausgezahlt: „Weil ich mit dem Gemüse-Verkauf begonnen habe, gaben mir die Bauarbeiter Kredit für unser neues Haus. Bereits mit den Einnahmen der ersten Ernte konnte ich einen Teil des Kredits wieder zurückbezahlen.“ Heute kann Kalika vom Gemüseanbau leben – und ihr neues Haus ist fast fertig.

Mehr zu diesem Projekt finden Sie hier.