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Nepal: Neues Leben nach dem Erdbeben

Maili Bharati (war im sechsten Monat mit Zwillingen schwanger, als, das Erdbeben in Nepal ihr Dorf zerstörte. Sie wurde von herabfallenden Trümmern verletzt. Die ersten Tage nach dem Beben verbrachte sie unter Planen. In ihrem Dorf gab es einen Monat lang keinen Strom.

Vernichtet wurden auch alle Gesundheitseinrichtungen in der Umgebung. Das änderte sich nicht bis zum Geburtstermin einige Wochen später. Maili musste zwei Stunden in die nächste Stadt marschieren. Doch auch dort konnte man ihr nicht helfen. Die Wehen hatten da schon eingesetzt.

"Wie soll ich meine Babys großziehen?"

Unter Schmerzen saß Maili drei Stunden in einem überfüllten Bus in die Hauptstadt Kathmandu. Weitere 30 Minuten musste sie entlang chaotischer Straßen zu Fuß gehen, um endlich das Krankenhaus zu erreichen. Sie schaffte es auf ihren Mann Dhuba Raj gestützt. Da hatte sie bereits 24 Stunden lang Wehen. Am nächsten Morgen kamen die zwei Buben per Kaiserschnitt auf die Welt. Sie heißen Ram und Laxman.

Als wir Maili in ihrem Zuhause besuchen, brabbeln ihre Babys glücklich in ihren schaukelnden Kinderbetten. Allen Widrigkeiten zum Trotz scheinen sie gesund und stark zu sein. "Ich bin sehr froh über meine Babys“, sagt Maili. "Aber ich mache mir wirklich Sorgen, wie ich sie großziehen soll. Ich weiß nicht, wo wir leben werden und wie wir sie zur Schule schicken sollen.“

CARE und die EU helfen in Nepal

Im Moment leben sie in einer Notunterkunft. Errichtet wurde sie aus Materialien, die sie aus ihrem zerstörten Haus retten konnten und Wellblech, das CARE mit Unterstützung der Europäischen Union (zur Verfügung gestellt hat. "Wenn es regnet,, macht das Wellblech eine Menge Lärm und die Kinder wachen auf und weinen. Es kann sehr kalt werden. Es wird schwierig, die Babys über den Winter gesund zu halten“, sagt Maili.

CARE unterstützt Maili und ihre Familie. Beim Erdbeben wurden zwei ihrer Ziegen getötet Doch zum Glück hat ihr Büffel die Katastrophe überlebt. Ihre Felder blieben weitgehend unversehrt und können bewirtschaftet werden. Von CARE hat die Familie Gemüsesamen bekommen.

Für die junge Familie ist ein ordentliches Dach über dem Kopf am dringlichsten. "Wenn wir das schaffen, wird das Leben wieder ein bisschen normaler“, sagt Maili. Von CARE erhalten Maili andere BewohnerInnen im Dorf Bargeld-Gutscheine, damit sie die notwendigsten Güter und Materialien kaufen können.

Ram und Laxman sind nur zwei von vielen Babys, die im Schatten des verheerenden Erdbebens in Nepal zur Welt kamen. CARE unterstützt Familien mit Baby-Ausstattung wie Decken, Unterwäsche, Hygiene-Produkten und anderen notwendigen Artikeln für junge Mütter. Außerdem richtet CARE Schutzzonen für Frauen ein, wo sie sich treffen und ihre Kinder in Ruhe stillen können.

Obwohl Rams und Laxmans Zukunft unsicher ist, sind ihre Eltern zuversichtlich. "Etwas Positives hat das Erdbeben bewirkt", sagt Mailis Ehemann Dhuba. "Nämlich, dass so viele Leute kamen, um zu helfen.“ Danke!

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