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Mit dem Fahrrad durch Europa für CARE

Die Australierin Alida radelt gerade durch Europa, um Spenden für CARE und Climate Council zu sammeln. Acht Länder hat sie bereits hinter sich: von Montenegro ging es über Bosnien und Herzegowina, Kroatien, und Ungarn nach Österreich, dann nach Deutschland, in die Schweiz und Frankreich. Beenden will Alida ihre Tour in London, wo sie dann mehr als 3.600 km auf dem Fahrrad zurückgelegt haben wird.

Das sagt Alida über ihre Spendentour auf dem Fahrrad: (hier klicken und und den Stationen ihrer Reise auf Facebook folgen)

„Zwei Reifen und ein Sattel sind perfekt, um die langsame Veränderung der Landschaft, Architektur, Menschen und Kultur zu erleben. Erst vor ein paar Wochen war ich in Bosnien, und es war faszinierend zu sehen, wie die politischen und kulturellen Grenzen mit der Landschaft und den Menschen in Verbindung stehen.

Angesichts der Flüchtlingskrise war ich etwas besorgt wegen dem Grenzübertritt von Ungarn nach Österreich. Aber zu meiner Überraschung war das überhaupt kein Problem, außer einer Gedenktafel zum Eisernen Vorhang war da nichts. Wenn ich dann an die humanitären Notfälle denke, die um uns herum sind, bin ich glücklich über die Freiheiten, die ich habe.

Das Gelände was bisher sehr unterschiedlich. In Montenegro war es sehr hügelig – gleich am ersten Tag musste ich 1.000 Höhenmeter überwinden. Aber dann wurde es flach in Bosnien, Kroatien und Ungarn. Seit Österreich ist es wieder bergig.

Diese Fundraising-Reise ist komplett anders als die, die ich letztes Jahr gemacht habe, quer durch Australien. Australien ist zum größten Teil flach, da war es einfach, 150-180 Kilometer am Tag zurückzulegen. Orientierung war auch nicht nötig – es war einfach eine Straße entlang, immer Richtung Westen. Das ist in Europa schon anders!

Ein weiterer großer Unterschied ist, dass Europa viel dichter besiedelt ist, da sind viel mehr Menschen, Städte, Straßen. In Australien musste ich immer bedenken, ausreichend Wasser mitzuhaben – aber hier kann man seine Flasche fast überall auffüllen. Überlebensnotwendiges wie Wasser und Essen kriegt man hier überall, weil die nächsten Städte oder Dörfer nicht weit sind.

Seit Österreich habe ich viel bei „Warm Shower“-Leuten übernachtet, weil immer in Hotels zu schlafen einfach zu teuer gewesen wäre. Das war auch eine großartige Möglichkeit, Leute kennenzulernen und Insider-Tipps zu bekommen. Überhaupt habe ich bisher viele nette Begegnungen gehabt: In Gmunden am Traunsee habe ich z.B. an einem Gemüse- und Obststand gehalten, und die Verkäuferin hat mir einfach Obst geschenkt. In Bad Tölz hat mich ein älterer Radfahrer gefragt, ob ich Hilfe brauche – er hat mir den Weg beschrieben, ist dann aber einfach mit mir ins Zentrum gefahren, damit ich mich auch wirklich nicht verfahre.

Nach all dem unterschiedlichen Wetter, das man sich ja nicht aussuchen kann, und nach solch langen Tagen des Radfahrens, schätze ich wirklich die einfachen Dinge am meisten: eine warme Mahlzeit, eine heiße Dusche, ein bequemes Bett und Begegnungen mit Menschen. Nach ein paar Tagen Regen und Gegenwind ist mir bewusster denn je, wie gewaltig das Wetter sein kann – und dass wir absolut keine Kontrolle darüber haben. Und diese Wetterextreme werden noch stärker werden und öfter auftreten je mehr der Klimawandel voranschreitet.“

Alida war uns auf der Durchreise in Wien auch im Büro von CARE Österreich besuchen: Eine sehr beeindruckende und engagierte Frau.

Hier geht es zu ihrer Spendenseite.

Danke für deinen riesigen und unermüdlichen Einsatz, Alida!