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Kosovo: Moderne Wertschöpfungsketten in der Landwirtschaft

Remzi Makolli ist Bauer in der Umgebung von Prishtine. Er und seine Familie betreiben seit vielen Jahren eine Landwirtschaft. Hauptprodukt war bisher Gemüse, das er sowohl in Glashäusern als auch auf Feldern anbaut. Doch die Konkurrenz aus den umliegenden Ländern ist hart – Herr Makolli benötigte zusätzliche Möglichkeiten, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. „Es hat sich herausgestellt, dass es besser ist, das Gemüse gleich weiter zu verarbeiten. Die Wertschöpfung ist einfach größer.“

Also entschloss Herr Makolli, sich für einen finanziellen Zuschuss durch das RESI-Projekt zu bewerben. Gemeinsam mit der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt CARE Kleinunternehmer dabei, ihr Geschäft zu erweitern – unter anderem mit Zuschüssen für Modernisierung im Bereich der Produktion oder bei der Entwicklung eines Vermarktungskonzeptes.

„Mir hat dieser Zuschuss unglaublich geholfen. Wir haben moderne Geräte zur Verarbeitung für das Gemüse angeschafft, und auch den Kühlraum hätten wir uns sonst nie leisten können.“, erzählt Herr Makolli. Die Produktions- und Lagerräume nutzen auch andere Bauern in der Umgebung. „Wir können jetzt unter anderem Ajvar, Marmeladen oder eingelegtes Gemüse herstellen und es auch entsprechend gut lagern.“ Das stellt sicher, dass die Ware zu einem besseren Preis verkauft werden kann. Alles in allem hat Herr Makolli vier Tonnen verarbeitetes Gemüse in diesem Jahr produziert, Tendenz steigend. Seit neuestem sind seine Erzeugnisse auch von AVUK, der kosovarischen Lebensmittelbehörde, zertifiziert.

Der nächste Schritt ist ein eigenes Design, schließlich sollen die Kunden auch zuordnen können, wer diese Köstlichkeiten hergestellt hat. „Wir arbeiten daran, richtige Etiketten zu entwerfen, damit unsere Produkte auch in Supermärkten verkauft werden können.“

Das Geschäft läuft gut, mittlerweile beschäftigt Herr Makolli 2 Angestellte. „In der Hochsaison haben wir noch zusätzlich 15 Saisonarbeiter. Viele von ihnen sind Frauen, die vorher keine Jobs hatten.“

Wir wünschen weiterhin viel Erfolg!