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Klimakonferenz COP26: Industrienationen müssen mehr tun

Die Klimakrise bedroht 118 Millionen Menschen in Afrika. Der Kontinent erwärmt sich schneller als der globale Durchschnitt und das hat Folgen: Alleine die Kosten für Klima-Anpassung in Afrika werden in diesem Jahrzehnt auf 25 bis 43 Milliarden Euro geschätzt. Von den Auswirkungen am stärksten betroffen: Frauen und Mädchen. 80 Prozent der Menschen, die aufgrund von Extremwetterereignissen vertrieben werden, sind Frauen. Die Klimakrise hat die Menschheit bereits fest im Griff, dennoch unternehmen die größten Industrienationen der Welt, die für den Großteil der Erderwärmung verantwortlich sind, deutlich zu wenig.

„Ich sehe hier in Zimbabwe, Malawi und in anderen Ländern des südlichen Afrika die deutlichen Spuren der Zerstörung, die der Klimawandel anrichtet“, berichtet CARE-Helferin Chikondi Chabvuta aus Zimbabwe. „Knappe Wasserressourcen, eine schnellere Verkarstung der Böden, Dürren, aber vor allem unkalkulierbare Wetterzyklen erschweren den Kleinbäuerinnen und Bauern hier den Kampf ums Überleben. Auch Konflikte um Ressourcen wie Wasser, Land und Holz nehmen zu.”

Anlässlich der kommenden Weltklimakonferenz in Glasgow (COP26) fordert CARE daher:

  • Die größten Industrienationen müssen ihrer Verpflichtung nachkommen, die schon heute von der Klimakrise am stärksten betroffenen Länder finanziell zu unterstützen. Pro Jahr müssen bis 2025 mindestens 100 Milliarden Euro für diesen Zweck zur Verfügung gestellt werden, wobei die Hälfte der Summe für die Anpassung an den Klimawandel genutzt werden muss.
  • Geschlechtergerechtigkeit muss eine zentralere Rolle im Klimaschutz spielen. Die Vertragsparteien der Weltklimakonferenz müssen die Umsetzung des „Gender-Aktionsplans“ beschleunigen, indem sie zum Beispiel Organisationen, die sich dezidiert für die Rechte von Frauen einsetzen, finanziell unterstützen.
  • Die Einhaltung des 1,5 °C-Ziels des Pariser-Klimaschutzabkommens ist von entscheidender Bedeutung. Dies ist nur möglich, wenn fossile Brennstoffe nicht länger subventioniert und unterstützt werden.
  • Österreich muss ambitionierte nationale Klimaschutzmaßnahmen umsetzen und mehr internationale Unterstützungsleistungen sowie eine bessere politische Teilhabe der Hauptbetroffenen ermöglichen