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„Keine Entwicklung ohne Finanzierung“

CARE zur UN-Konferenz zu Entwicklungsfinanzierung, die am 16. Juli in Äthiopien zu Ende gegangen ist.

Unzureichende Finanzierungszusagen machen den Zielen der internationalen Entwicklung einen Strich durch die Rechnung: „Die internationale Gemeinschaft hat es nicht geschafft, mit dem Aktionsplan von Addis Abeba eine Finanzierungsgrundlage für nachhaltige Entwicklung zu schaffen. Wichtige Ziele wie Klima- und Menschenrechtsschutz bleiben leere Worthülsen“, so Dr. Wolfgang Jamann, Generalsekretär von CARE International.

CARE kritisiert vor allem, dass nur wenige Industrieländer die von den UN geforderten 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens in Entwicklungszusammenarbeit investieren. Gleichzeitig steigt der Bedarf vor allem durch die Auswirkungen des Klimawandels an.

„Ohne Geld wird es schwierig, einen nachhaltigen Entwicklungsweg einzuschlagen“, so Jamann. „Es gibt keinen bindenden Zeitplan, an den sich Länder für die Einhaltung des 0,7 Prozent-Zieles halten müssen.“

Ergebnis der Konferenz: Ein neuer Aktionsplan zur Entwicklungsfinanzierung, der als wichtige Grundlage für den im September stattfindenden UN-Gipfel dient. Dort sollen die Nachhaltigen Entwicklungsziele (beschlossen werden, die die Millenniumsentwicklungsziele ablösen und neben Armutsbekämpfung auch ,Klimaschutz und eine globale Agenda der Nachhaltigkeit vorgeben. Auch für die im Dezember stattfindende UN-Klimakonferenz sollte das Abkommen von Addis Abeba eine wichtige Vorbereitung für den zu verabschiedenden Klimaschutzvertrag bilden.

CARE kritisiert zudem:

  • Die Beteiligung von Frauen in der Wirtschaft - eines der wichtigsten Ziele für die Einhaltung der Menschenrechte und die Gleichberechtigung der Geschlechter - wird nicht ausreichend berücksichtigt.
  • Die etwa 90 Milliarden Euro, die durch die Einbeziehung der Ersparnisse der ärmsten Menschen weltweit in den formalen finanziellen Sektor gewonnen werden könnten, werden nicht ausreichend angesprochen
  • Die angekündigte Unterstützung für Anpassungen an den Klimawandel ist positiv, allerdings müssen die noch sehr vage gehaltenen Möglichkeiten für eine CO2-Steuer durch konkrete Initiativen auch umgesetzt werden.
  • Es fehlt dem Dokument an einer klaren Rechenschafts- und Transparenzpflicht, um Umsetzung und Verwendung der Mittel auch messen zu können.

Mehr dazu im GASTKOMMENTAR von Wolfgang Jamann