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Schutz für junge Mütter in Uganda: „Jetzt kann ich aufatmen…“

Grace ist vor der Gewalt im Südsudan geflüchtet und lebt heute im Flüchtlingslager Omugo in Uganda. (Bild: CARE/ Josh Estey)

Grace*) ist glücklich, dass sie und ihr jüngstes Kind gesund und heil sind. Junge Mütter sind besonders verletzlich. Am Flüchtlingsgelände Omugo im Nordwesten Ugandas ist Grace jetzt geschützt vor Übergriffen. Es gibt in Omugo auch eigene Abteilungen für junge Mütter und Schwangere. Dort wird Grace nicht nur medizinisch versorgt, sondern erhält auch Babynahrung und Hygieneprodukte.

Die Entwicklungen in Uganda sind besorgniserregend. Zu der rasch wachsenden Bevölkerung kommen über eine Million Menschen, die vor Konflikten in den Nachbarländern Südsudan und DR Kongo geflüchtet sind. Das Land kommt an seine Kapazitätsgrenzen. Die Corona-Krise macht sämtliche Erfolge der letzten Jahre wieder zunichte. Die Landwirtschaft, von der rund 70 % der Bevölkerung leben, leidet zudem massiv unter den Auswirkungen des Klimawandels. Hauptausfuhrgüter sind Kakao, Gewürze und vor allem Kaffee. Doch Experten gehen davon aus, dass in wenigen Jahren der Kaffeeanbau in Uganda aufgrund der zunehmenden Hitzewellen nicht mehr möglich sein wird.

Frauen und Mädchen sind in diesem Kontext besonders betroffen. Sie haben wenig oder gar keinen Zugang zu Ressourcen. Die Müttersterblichkeit ist hoch. Das Risiko, während einer Geburt ums Leben zu kommen, liegt in Uganda 75-mal höher als in Österreich. Viele Frauen leiden unter Ausbeutung und Gewalt.

Cecile (5. v. rechts) floh aus der DR Kongo, nachdem ihr Mann ermordet worden war. Heute hilft sie anderen Frauen, mit ihren Traumata fertig zu werden.

Aus diesem Grund hat CARE Österreich letztes Jahr gemeinsam mit der Austrian Development Agency (ADA) im Norden Ugandas das mehrjährige Projekt WAYREP (Women and Youth Resilience Project) gestartet. Das Ziel von WAYREP ist, ugandische und geflüchtete Frauen, Mädchen sowie Jugendliche zu stärken, damit sie ein Leben frei von Gewalt führen können. CARE hilft bei der Gründung von Spargruppen und organisiert Trainings zu beruflichen Fähigkeiten und unternehmerischen Grundkenntnissen. Aufklärungskampagnen von AktivistInnen und männliche „Role Models“ dienen dazu, Frauenrechte zu fördern und die Akzeptanz von Gewalt innerhalb der Gesellschaft aufzubrechen. Außerdem bietet CARE Unterstützung für Frauen und Mädchen, die Gewalt erfahren haben. Cecile*) (im Bild…) ist aus der DR Kongo geflohen und weiß wie schwer es ist, schreckliche Erlebnisse seelisch zu verarbeiten. Heute arbeitet Cecile im Betreuungsteam von CARE für traumatisierte Frauen. „Es tut mir selber gut, wenn ich meine Geschichte mit anderen teilen kann,“ sagt Cecile.

Frauen tragen die Hauptlast der Armut. Sie sind aber gleichzeitig der Schlüssel für Entwicklung.

*) Namen von der Redaktion geändert.

Karen Knipp-Rentrop, Programmkoordinatorin WAYREP, CARE Österreich

„Wir stellen Frauen und Mädchen ins Zentrum unserer Arbeit. Hunger und Armut können erst überwunden werden, wenn alle Menschen gleiche Rechte und Chancen haben.“