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Ich fiel auf die Knie und bettelte um mein Leben

Foto einer Frau von den Rohingya die Opfer einer Vergewaltigung wurde.

Begum erzählt von der schrecklichsten Erfahrung ihres Lebens: ihren letzten drei Tagen in Myanmar. Sie ist eine von mehr als 400.000 muslimischen Flüchtlingen, die vergewaltigt oder Opfer sexualisierter Gewalt wurden. Ihre Geschichte teilt sie mit Jennifer Bose von CARE.

Es war spät nachts und ich schlief, als sie kamen um mich zu holen. Ich bekam nur mit, wie mir etwas über den Kopf gezogen wurde, dann trugen sie mich weg. Ich schrie um Hilfe, aber sie drohten mir, mich umzubringen, falls ich nicht aufhöre.

Als mir die Verhüllung abgenommen wurde, sah ich dutzende andere Frauen, einige von ihnen noch Kinder. Die Männer begannen, uns die Kleider vom Leib zu reißen, auszulachen und zu schlagen. Dann zerrten sie uns einzeln weg. Die Jüngsten haben sie zuerst genommen. Viele von ihnen sind nie wieder gekommen.

Ich fiel auf meine Knie und flehte sie an, mich zu verschonen. Dann schlugen sie mich bewusstlos. Als ich aufwachte, hatte ich am ganzen Körper Schmerzen. Ich war vergewaltigt worden. Das ging tagelang so. Ich dachte, ich würde sterben. Bis wir eines Tages bemerkten, dass viele unserer Bewacher einfach eingeschlafen waren. Einige von uns ergriffen die Chance und flohen. Wir liefen um unser Leben. In einem nahe gelegenen Dorf sah ich dann meine Kinder wieder.

Auf  ihr Drängen hin ging ich in ein Krankenhaus, bekam aber nur Schmerzmittel. Ich schämte mich zu sehr, den Ärzten zu erzählen, was passiert war. Als wir das Krankenhaus gerade verlassen hatten, wurde meinem Cousin plötzlich von vorbeifahrenden Marodeuren in den Kopf geschossen. Er starb in meinen Armen. Da wusste ich: Wir müssen weg!

Noch am selben Tag flüchteten wir. Unterwegs trafen wir auf hunderte, dann tausende andere Familien und folgten ihnen tagelang, bis wir schließlich halb verhungert das Lager erreichten.

Ich bin sehr dankbar für die Hilfe, die wir hier bekommen haben. Aber wir brauchen trotzdem Essen, denn es mangelt auch hier am Nötigsten! Es ist mein größter Wunsch, meine Kinder wieder selbst ernähren zu können.

Mit ihrer Spende können wir mehr Menschen mit CARE-Paketen versorgen! In den Flüchtlingslagern werden Nahrung, Wasser und Notunterkünfte dringend gebraucht!