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Hunger: Geld für Waffen, aber nicht für Menschen in Not

Foto: Jennifer Bose/CARE

Hunger und Not bedrohen in diesem Jahr das Überleben von 34 Millionen Menschen. Doch ist wirklich kein Geld da, um ihnen zu helfen? Dringend gebraucht würden jetzt 5,5 Milliarden US-Dollar. Das klingt viel. Doch diese zusätzlichen Mittel würden nicht mehr ausmachen als die weltweiten Militärausgaben eines einzelnen Tages!

„Es ist keineswegs zeitgemäß, dass weltweit täglich Milliarden für Waffen und die Rüstungsindustrie ausgegeben werden und gleichzeitig Hilfsorganisationen im Jemen, Syrien oder der Demokratischen Republik Kongo um jeden Cent bitten müssen“, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Und am härtesten trifft es wie immer Frauen und Mädchen. Dabei zeigt unsere Erfahrung, dass sie der wichtigste Schlüssel im Kampf gegen den Hunger sind. Wenn wir das nicht endlich begreifen, werden wir es auch in Zukunft nicht schaffen, Hungersnöte zu verhindern oder effektiv zu bekämpfen.“

Foto: Jennifer Bose/CARE

Mehr als 200 Organisationen fordern deshalb in einem offenen Brief alle Regierungen auf, die Hilfe zu erhöhen. Bewaffnete Konflikte sind die Hauptursache für den weltweiten Hunger, der auch durch den Klimawandel und die Covid-19-Pandemie verschärft wird. Vom Jemen über Syrien, Afghanistan und den Südsudan bis hin zum Norden Nigerias treibt Gewalt Menschen in existenzielle Not.

Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Lebensmittelpreise sehr stark gestiegen sind. Sie sind weltweit auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren. Die Zahl der Notleidenden wird in den kommenden Monaten noch wachsen, wenn nicht sofort etwas unternommen wird. 

Bitte helfen Sie mit einer Spende für die Nothilfe!

Foto: Hamzah Shaif/CARE