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Humanitäre Hilfe: „Lasst uns mutig sein“

Die Vorbereitungen des ersten Weltgipfels zur Humanitären Hilfe 2016 laufen auf Hochtouren. In Budapest nahm CARE an einem zweitägigen Treffen teil.

Ein Blog von Barbara Jackson, Leiterin für humanitäre Hilfe bei CARE International

„Vor kurzem besuchte ich die ungarische Hauptstadt Budapest und beteiligte mich an Gesprächen zur Vorbereitung des Weltgipfels für Humanitäre Hilfe (/strong> der Vereinten Nationen, der im Mai 2016 in Istanbul stattfindet., Das Treffen wird ein Großereignis. Es ist das erste weltweite Treffen für Humanitäre Hilfe dieser Größenordnung. Verfolgt wird dabei ein ehrgeiziges Ziel: Es sollen neue Wege und Möglichkeiten gefunden werden, wie humanitäre Bedürfnisse in einer sich schnell ändernden Welt, bewältigt werden können – ein Thema, das für die Arbeit von CARE von großer Bedeutung ist.

Mehr als 200 TeilnehmerInnen von 40 Nichtregierungsorganisationen ( VertreterInnen des Roten Kreuzes/Rote-Halbmond-Bewegung sowie Geber und VertreterInnen, von 54 Ländern nehmen an den Gesprächen in Budapest teil. Jeder Akteur hat andere Prioritäten und Schlüsselthemen, die es alle unter einen Hut zu bringen gilt. Das ist eine große Herausforderung.

CARE-Schlüsselthemen: Gender und Klimawandel

CARE engagiert sich bei dem Weltgipfel für zwei Schlüsselthemen: Zum einen für Gender, hierbei insbesondere für die Geleichberechtigung und Förderung von Frauen, und zum anderen für die größere Unterstützung der Verknüpfung zwischen Klimawandel, Resilienz und humanitären Handlungen. Hier in Budapest war es wirklich eine große Herausforderung, sich auf „unsere Forderungen“ zu fokussieren, da so viele verschiedene Meinungen und Perspektiven vertreten waren und alle TeilnehmerInnen Gehör finden sollten. Eine weitere Herausforderung bestand darin, Meinungen und Empfehlungen aus Sitzungen zusammenzufassen. Ich hatte den Eindruck, dass oftmals wortakrobatisch und verwässert formuliert wurde, um Konsens zu erreichen.

Der Prozess verläuft nicht fehlerlos, aber ich habe das Engagement von anderen internationalen Nichtregierungsorganisationen ( wie auch NRO-Foren (oice und Interaction) als extrem hilfreich, empfunden. Trotzdem sollten wir in Zukunft eine, bessere Koordination mit anderen INROs anstreben, um sicherzustellen, dass wir einander unterstützen und eine gemeinsame Stimme für diejenigen bilden, die wir repräsentieren.

Gelegenheit nutzen, um Veränderung durchzusetzen

Man kann bei dieser Art von Treffen nicht schüchtern sein! Ich bin froh, dass es mir durch eine gute Vorbereitung möglich war, an allen Diskussionen teilzunehmen. Dadurch konnte ich unsere Erfahrung und insbesondere unsere gemeinsam beschlossenen Kernaussagen und humanitären Prinzipien in den Gesprächen zur Geltung bringen. Es war wichtig, Aufmerksamkeit für CAREs Positionen im Plenum zu erhalten und offen über Bedenken zu sprechen. Ich freue mich sehr zu sehen und zu hören, dass die Arbeit von CARE zum Thema Gender anerkannt wurde. Bei unserer Arbeit zum Klimawandel war dies leider weniger der Fall. Umso mehr aber wurde CARE für seine humanitäre Rolle gewürdigt. Wir müssen auf dieser Anerkennung aufbauen und uns weiterhin mit unserem Strategiepapier (n Vorbereitung) an den Vorbereitungsprozessen des Weltgipfels beteiligen,. Es muss provokativ über unsere Ansätze zu Gender, Klimawandel und humanitären Angelegenheiten nachgedacht werden.

In der Eröffnungssitzung wurden wir von der UN-Untersekretärin und Nothilfekoordinatorin Valerie Amos und dem Leiter des WHS-Sekretariats Jemilah Mahmoud dazu aufgefordert MUTIG zu sein und die Gelegenheit zu nutzen, um Veränderungen durchzusetzen. Offen gesagt glaube ich, dass wir das bislang gemeinsam (it den anderen INROs, den Gebern und LändervertreterInnen) noch nicht genug tun., Ich glaube, der Weltgipfel gibt uns eine gute Gelegenheit, um erneut auf unsere humanitäre Strategie zu blicken und sicherzugehen, dass wir mutig (ragmatisch) in unseren Ansätzen sind und diese in den Diskussionen voranbringen."

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