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Globale Ernährung & Klimawandel

Solange Ungleichheiten in der globalen Ernährungssystem nicht gleichzeitig mit dem Klimawandel eingedämmt werden, droht hunderten Millionen Menschen der Hunger.

Zu diesem Schluss kommt eine neue STUDIE von Food Tank, CARE International und des Research Program on Climate Change, Agriculture and Food Security (CCAFS).

Die drei, Organisationen betonen, dass Lösungen in der Nahrungsmittelproduktion nicht ausreichen und fordern mehr Dialog und Handeln, um Ungleichheiten im Ernährungssystem zu bekämpfen.

„Die Auswirkungen des Klimawandels spüren vor allem jene, die am wenigsten dafür verantwortlich sind und kaum Möglichkeiten haben, dagegen vorzugehen. Alle Maßnahmen gegen Hunger und Mangelernährung in Zeiten des Klimawandels müssen die Ungleichheit unseres Nahrungssystems auf allen Ebenen mit einbeziehen“, so Tonya Rawe, Senior Advisor Policy und Research bei CARE International. „Die Regierungen, die sich nun für die neuen globalen Entwicklungsziele einsetzen, müssen dafür sorgen, dass die Interessen und Bedürfnisse von Frauen und kleinständischen Nahrungsproduzenten nicht vergessen werden. Der erste Schritt dazu muss beim Klimagipfel in Paris gesetzt werden.“

 

Frauen besitzen kaum Land

Nachhaltigkeit und Verteilungsgerechtigkeit müssen beim Kampf gegen den Klimawandel, Mangelernährung, Hunger und Armut grundlegend sein, sagt Danielle Nierenberg, Präsidentin von Food Tank. „Frauen machen beinahe die Hälfte der Bauern in Entwicklungsländern aus, sind jedoch nur zu 15 Prozent Grundbesitzerinnen. Ihr eingeschränkter Zugang zu Technologien, finanziellen Ressourcen und Land zeigt nicht nur die ungerechte Ressourcenverteilung. Er begrenzt auch die landwirtschaftliche Produktivität.“ 

Eine klima-adaptierte Landwirtschaft, nachhaltige Qualitätssteigerung und Agro-Ökologie fördern Verteilungsgerechtigkeit. Diese helfen nicht zuletzt Frauen und kleinständischen Nahrungsproduzenten, sich selbst aus der Armut zu befreien. Ohne diese Maßnahmen, so der Report, würden sich weitreichende Folgen einstellen: Der Zusammenbruch lokaler Ernährungssysteme, Migration, zunehmende Ernährungsunsicherheit, Konflikte, Verlust von Existenzen aufgrund der Wasserknappheit.

 

Ergebnisse und Empfehlungen des Reports, die sich an Regierungen, Unternehmen, Donoren und Individuen richten:

  • Die Stärkung von Frauen muss oberste Priorität haben und der Klimawandel auf allen Ebenen im Bereich Nahrung und Ernährungssicherheit berücksichtig werden;
  • Mitsprache für kleinständische Nahrungsproduzenten und Frauen bei Policy- und Budgetentscheidungen;
  • Verpflichtung zu einem ambitionierten Kampf gegen den Klimawandel;
  • Ausreichende Finanzmittel für den Kampf gegen Hunger und Klimawandel bereitstellen
  • Respektieren der Rechte von kleinständischen Nahrungsmittelproduzenten und Frauen; die Verpflichtung zu einem gerechten Ansatz in Politik und Wertschöpfungsketten;
  • Über die Herkunft von Nahrung Bescheid wissen, um nachhaltige Kaufentscheidungen treffen zu können

 

Download der Studie in voller Länge: hier klicken

Für die Kurzfassung: hier klicken