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Frauen im Krieg & in der Kunst

Teilnahme an der Sonderführung nur möglich mit gültiger KHM-Eintrittskarte und einer freiwilligen Spende von € 5,- pro Sonderführung zugunsten von CARE Österreich.

Zwischen Krieg und Frieden - der Alltag der Frauen im Alten Ägypten

Kunstvermittlung: Melanie Granditsch, B.A.

Das Alte Ägypten: Traumdestination von Heerscharen an Menschen, die sich im Land am Nil ein besseres Leben versprachen. Das Land war reich, beliebt, aufstrebend und von der Natur begünstigt. Kein Wunder also, dass zu jeder Zeit und aus unterschiedlichen Gründen Migration ein Thema war: Kriegerische Pharaonen zogen aus, um das Herrschaftsgebiet zu sichern oder zu vergrößern – und Ägypten blieb zurück unter der Regentschaft der Königin. Diplomatische Beziehungen wurden gepflegt, Königinnen und Königsmütter korrespondierten mit benachbarten Herrscherhäusern. Und während die Kriegsgöttinnen besänftigt werden mussten, schufen sich Generationen von deportierten Männern und Frauen ein Leben unter der fremden Sonne Ägyptens.

Ägyptisch-Orientalische Sammlung um 11 / 12:30 / 14 / 15:30

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Von Amazonen und anderen kriegerischen Frauen in der Antike

Kunstvermittlung: Elisabeth Juen

Frauen spielen in der griechischen und römischen Mythologie und Kunst eine zentrale Rolle: Als Verführerinnen, Weissagerinnen und Musen – aber auch als Kriegerinnen.

Eines der großartigsten Werke der Antikensammlung, der Amazonensarkophag, setzt dieses kämpferische Frauenvolk eindrucksvoll in Szene. Zwar handelt es sich um einen Mythos – doch kein Mythos existiert ohne zugrundeliegende Wirklichkeit.

Zum mythischen Thema der Amazonen treten historische Frauenpersönlichkeiten wie Kleopatra, ihre Beziehung zu Marc Anton und ihr tragisches Ende nach der Seeschlacht von Actium. Oder Julia Domna, Gattin des römischen Kaisers Septimius Severus, die ihren Mann auf seinen Feldzügen begleitete. Von dort geht es in heimatliche Gefilde: das Lagerleben in Carnuntum und die Auswirkungen des Krieges auf das Alltagsleben der Familien.

Antikensammlung um 11:30 / 13 / 14:30 / 16 Uhr

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Von der Kriegsheldin bis zur Friedensaktivistin – (ergessene Frauen in der Kunstkammer

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Kunstvermittlung: Mag. Magdalena Ölzant

In den Sälen der Kunstkammer finden sich zahlreiche Darstellungen von Frauen als Opfer meist männlicher Gewalt, wie etwa jene sagenhafte, mythische Entführung der phönizischen Prinzessin Europa durch Zeus aus dem Gebiet des heutigen Libanon oder Syriens. Doch Frauen haben auch aktiv in die Geschichte eingegriffen, als mutige Kämpferinnen oder kluge Strateginnen, deren politische Entscheidungen Friedensschlüsse erwirkt haben. Margarete von Österreich und Maria von Ungarn sind beide in der Kunstkammer eindrucksvoll gegenwärtig, ebenso das Thema Krieg: Der Rundgang umfasst unverhüllte Gewaltdarstellungen des süddeutschen Bildhauers Leonhard Kern ebenso wie überraschend humorvolle – wie das von Christoph Gandtner geschaffene Scherzgefäß in Gestalt einer Marketenderin.

Kunstkammer um 11 / 12:30 / 14 / 15:30 Uhr

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Starke Frauen in guten und in schlechten Zeiten

Kunstvermittlung: Mag. Andrea Marbach

Die Bilder der Gemäldegalerie erzählen erschütternde und beispielhafte Geschichten von Frauenschicksalen vergangener Epochen: Der etruskische Königssohn Sextus Tarquinius vergewaltigte die tugendhafte Römerin Lucretia. Nach ihrem Selbstmord führte ihr Gatte Collatinus den Aufstand gegen die Etrusker an. Der Beginn dieser Unruhen markiert den Beginn der Römischen Republik.

Das Alte Testament berichtet von der unerschrockenen Judith, die den – bis dahin unbesiegten – assyrischen Feldherrn Holofernes tötet und so das Gottesvolk der Juden rettet. Und der jüdische Held Samson wird von seiner Geliebten an die feindlichen Philister verraten und in den Tod geschickt. Diesen jahrtausendealten Geschichten von Liebe, Verrat und Heldinnenmut begegnen wir in Meisterwerken von Tizian und Van Dyck.

Aber starke Frauen sind in der Gemäldegalerie – und nur hier – auch auf ganz andere Weise präsent, nämlich als Künstlerinnen. Die Betrachtung ihrer Werke, darunter auch Selbstbildnisse, soll auf optimistische Weise die Sonderführung zum Weltfrauentag 2015 beschließen.

Gemäldegalerie um 12 / 13:30 / 15 / 16:30 Uhr

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