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Roselin aus Venezuela: 400 Kilometer zu Fuß zur Tochter

Foto: Ana Buitron/CARE

Anarela (13, Foto) lebte bei Verwandten am anderen Ende von Ecuador, als die Corona-Krise ausbrach. „Ich hatte Angst, dass ich sie nie wiedersehe“, sagt ihre Mutter Roselin (31). Über Nacht hatte sie keinen Job und kein Geld. Sie fand keinen Schlaf mehr und fürchtete, dass sie selbst oder ihre Familie sich mit dem Corona-Virus anstecken könnte.

Den Bus konnte sie nicht bezahlen. Also brach Roselin zu Fuß auf. Sie ging mit einer Gruppe anderer Flüchtlinge aus Venezuela an den Straßen entlang den ganzen Weg von mehr als 400 Kilometern bis nach Quito. Dort konnte sie endlich Anarela in die Arme schließen.

Seitdem warten Mutter und Tochter in einer Flüchtlingsunterkunft darauf, dass sie nach Venezuela zurückkehren können. Roselin hatte ihre Heimat verlassen, um dem Hunger, der Arbeitslosigkeit und der Wirtschaftskrise zu entfliehen. In Ecuador fand sie Arbeit und schaffte es, Anarela und zwei jüngeren Kindern zu Hause jeden Monat Geld schicken.

Mit dem Ausbruch von Corona war das zu Ende. Roselin und Anarela wollen nun notgedrungen zurück nach Venezuela. Zurück in ein Land in schwerer Krise, aus dem Millionen von Menschen geflüchtet sind. Jetzt machen sich viele auf den Rückweg und gehen hunderte Kilometer zu Fuß, weil sie keine andere Möglichkeit haben.

In Venezuela erwarten sie noch mehr Hunger und Leid als zuvor. Bereits vor dem Ausbruch von Corona waren Lebensmittel und Medikamente äußerst knapp. Es gibt kaum ärztliche Versorgung und oft nicht einmal Strom. Mehr als sieben Millionen Menschen bräuchten dringend humanitäre Hilfe, die wegen der politischen Situation jedoch nur schwer ins Land kommt.

Foto: Ana Buitron/CARE

Trotz allem sind Roselin (l. im Bild) und Anarela glücklich – weil sie wieder zusammen sind. „Meine Mutter ist alles für mich“, sagt Anarela.

CARE hilft Flüchtlingen aus Venezuela in Ecuador mit Lebensmitteln, Medikamenten und Bargeld. Bitte spenden Sie für Mütter in Not wie Roselin!