Diese Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen.
Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Alle Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  • Home
  • News
  • „Es ist einfach furchtbar“

„Es ist einfach furchtbar“

Mariam ist 37 Jahre alt und Mutter von drei Kindern. Ihr Ehemann wurde in den ersten gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Gegend von Idlib in Syrien getötet. Das war 2012. Acht Mal musste sie seither zusammen mit ihren Kindern Zaid (9), Zeinab (8) und Moussa (6) vor den Wirren des Kriegs fliehen. Seit sechs Monaten lebt sie im Camp Al-Aliyah.

Zuhause in Idlib lebten Mariam und ihre Familie auf einer Farm, auf der ihr Ehemann arbeitete. „Wir hatten kein Haus, wir lebten in einer kleinen Mietwohnung. Dieses Zelt ist der schlimmste Ort, an dem wir je leben mussten. Es ist furchtbar. Meine Kinder, meine Schwägerin und ich sind allein hier. Es gibt niemanden, der uns beschützt.“

Mittellos und ohne Hilfe durch Verwandte ist Mariam auf sich allein gestellt. Nach Sonnenaufgang verlässt sie das Zelt, um auf den Feldern der Umgebung für einen Hungerlohn zu arbeiten. Zeinab und Zaid bleiben zurück, um auf das Zelt und ihren kleinen Bruder aufzupassen und Essen zu kochen. Wenn Mariam nach Sonnenuntergang zurückkehrt, hat sie gerade einmal drei Dollar verdient.

Was sie am dringendsten benötigt, sind Essen, ein Zelt, das regenbeständiger ist, und Hygieneartikel sowie warme Winterkleidung für ihre Kinder.

Die Latrinen im Camp waren bisher ein Ort des Schreckens für ihre Kinder. Ohne Begleitung wollten sie sie nicht aufsuchen aus Angst vor der Dunkelheit und giftigen Tieren wie Schlangen oder Skorpionen. Mit Unterstützung durch die Europäische Union konnte Ingenieur Omar neue WC-Anlagen errichten. Lampen sorgen für mehr Sicherheit, und die Kinder trauen sich nun, allein zur Toilette zu gehen.

Trotz dieser Verbesserungen fehlt es nach wie vor an fast allem: „Am wichtigsten sind die Kinder„, sagt Mariam. „Es muss einen Weg geben, damit sie zur Schule gehen und lernen können, vor allem auch die vielen Waisenkinder. Sie brauchen wieder einen normalen Alltag.“

CAREs Programme in Syrien sind durch Mittel der Europäischen Union unterstützt.