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Endlich wieder unabhängig!

Monatelang war der Gang zur Toilette für Buddhini Ghale ein Kampf. Das Erdbeben im April zerstörte ihr Haus im Dorf Barpak in Gorkha, Nepal. Seither war sie dazu gezwungen, einen 20-minütigen Fußmarsch zurückzulegen, um im Freien auf die Toilette zu gehen. Für die 80-Jährige kein leichtes Unterfangen.

„Vor dem Erdbeben konnte ich mich an den Wänden der Toilette abstützen“, erzählt Buddhini. Doch dann wurde alles zerstört: „Es blieb mir nichts anderes übrig, als das Feld zu nutzen. Ich bin alt und meine Knie schmerzen. Den weiten Weg konnte ich alleine nicht mehr zurücklegen, meine Tochter musste mich immer begleiten.“

Doch Buddhini ist kein Einzelfall: Viele Ältere, Gebrechliche oder Menschen mit Behinderung hatten nach dem Erdbeben mit ähnlichem Problemen zu kämpfen. Eine Erhebung der Organisation Helpage International kam zu dem Ergebnis, dass 600.000 ältere Menschen von den Folgen des Erdbebens betroffen waren.

Die Abstützhilfen erleichtern die Benutzung für ältere Menschen. Foto: CARE

Im Zuge des Wiederaufbaus konnten in Barpak durch die Unterstützung der österreichischen Entwicklungs-zusammenarbeit für ältere Menschen leicht nutzbare und behindertengerechte Toilettenanlagen errichtet werden. Handläufe und Abstützhilfen erleichtern den Zugang und die Benützung der Anlagen, die jetzt auch über Rampen für Rollstühle verfügen.

Für Buddhini ist die neue Toilettenanlage eine riesen Erleichterung: „Nach dem Erdbeben ging es nicht anders, aber jetzt bin ich glücklich, nicht mehr im Freien aufs Klo gehen zu müssen. Ich muss nicht mehr so weite Strecken zurücklegen und meine Tochter um Hilfe bitten. Ich bin unabhängig und kann einfach die Stützen verwenden, die neben der Toilette angebracht wurden.“