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Dürre in Somalia: „Die Menschen haben kein Trinkwasser mehr“

Foto: CARE

Sengende Hitze. Brunnen und Wasserstellen sind ausgetrocknet. Die Menschen in den Dörfern haben kein Trinkwasser. Was bleibt, sind an manchen Orten verschmutzte Pfützen. Familien leiden quälenden Durst. „Eltern erzählen uns, dass sie einen Tag lang nichts getrunken haben, um ihren Kindern den letzten Rest Wasser zu überlassen“, sagt CARE-Nothelfer Iman Abdullahi.

Am stärksten betroffen sind Frauen und Mädchen. Familien brechen durch die Dürre die Einkommen weg, sie können die Schulgebühren ihrer Kinder nicht mehr bezahlen. Als Erste dürfen die Mädchen nicht mehr zur Schule. Damit steigt die Gefahr, dass sie früh verheiratet werden, um ihren Familien aus der Not zu helfen. Frauen müssen immer größere Strecken zurücklegen, um zu Wasser zu gelangen. Auf dem Weg sind sie Übergriffen und Gewalt ausgesetzt. Wenn Frauen und Mädchen jeden Tag mehrere Stunden schwere Kanister schleppen müssen, schwächt sie das zusätzlich und macht sie anfällig für Krankheiten.

Die Krise fällt in den Fastenmonat im Islam, der noch bis Mitte Mai dauert. „Das Einzige, wofür ich diesen Ramadan bete, ist Regen. Alle Wasserstellen in unserem Dorf sind versiegt. Ohne die Wassertransporter müssten wir 50 Kilometer bis zur nächsten Wasserstelle gehen“, sagt Mariam, Mutter von zwei Kindern. Sie lebt in der Region Jariban, die besonders hart von der Dürre betroffen ist. „Ich weiß nicht mehr, wie ich noch für meine Familie sorgen soll – einen Teil meines Viehs habe ich bereits verloren. Meine Weide gibt einfach nichts mehr her.“

CARE hilft notleidenden Menschen in Somalia mit Wasser, Nahrungsmitteln und Bargeldauszahlungen. Familien erhalten Ernährungsberatungen für ihre Kleinkinder. Schulen unterstützt CARE mit Nahrungsmitteln und Unterrichtsmaterialien. Frauen, die Gewalt erleben, können bei CARE Beratung finden.

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Foto: Peter Caton/CARE