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Dürre in Somalia: Bay-Region von Hungersnot bedroht

Vier ausbleibende Regenperioden in Folge, zwei Heuschreckenplagen und die wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie haben dazu geführt, dass die Hälfte der somalischen Bevölkerung von Ernährungsunsicherheit betroffen ist. Der Bay-Region im Süden des Landes droht die Hungersnot. 1,5 Millionen Kinder sind von akuter Unterernährung betroffen. 230.000 Menschen könnten jederzeit an Hunger sterben. CARE fordert die internationale Gemeinschaft daher dringend auf, jetzt einzugreifen und finanzielle Hilfen bereitzustellen.

„Humanitäre Organisationen haben in den letzten zwei Jahren mehrfach Alarm geschlagen, doch wir haben es nicht geschafft, die nun drohende Hungerkatastrophe zu verhindern. Aber es ist nie zu spät, Leben zu retten. Es braucht jetzt schnell flexibel einsetzbare Finanzmittel für die Nothilfe in Somalia. Die Menschen brauchen dringend Hilfe, um noch Schlimmeres abzuwenden“, so Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich.

Im ganzen Land herrscht ein schwerer Mangel an Ressourcen. Die meisten Wasserstellen sind ausgetrocknet. Millionen Viehherden sind aufgrund der Dürre gestorben – ein schwerer Schlag für die vorwiegend von der Viehzucht lebende Bevölkerung. Auf der Suche nach Wasser und Nahrung, mussten bereits über eine Million Menschen ihr Zuhause verlassen.

„Für viele, die die Hungersnot vor über zehn Jahren mitgemacht haben, ist es ein Albtraum, den sie nun schon zum zweiten Mal durchleben müssen“, sagt Iman Abdullahi, Länderdirektor von CARE Somalia.

Dabei bereiten uns vor allem Frauen und Mädchen große Sorgen. In solch schwierigen Zeiten sind sie oft deutlich stärker betroffen sind. So steigt zum Beispiel das Risiko an Übergriffen für Frauen, weil sie aufgrund der Dürre längere Strecken zurücklegen müssen, um Wasser zu holen. Mädchen brechen häufiger die Schule ab, weil sie Geld verdienen müssen, um die Familie mit zu ernähren oder weil sie bereits als Minderjährige zwangsverheiratet werden.“

Die Folgen der Dürre sind vielfältig: Gesundheitseinrichtungen, die von CARE unterstützt werden, berichten von einem deutlichen Anstieg an Kindern und schwangeren Frauen, die aufgrund von Unterernährung behandelt werden müssen. Ein Bedarf, der die vorhandenen Ressourcen übersteigt. Der Wasser- und Nahrungsmangel macht zudem die Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera und Masern wahrscheinlicher.

CARE Österreich Nothelferin Sarah Easter war kürzlich in Somalia. Lesen Sie hier von ihren Eindrücken vor Ort.  

So hilft CARE: CARE unterstützt Betroffene mit Wasser, Lebensmitteln, sanitären Einrichtungen, Hygienemaßnahmen, Gesundheitsdiensten, Schutz und Bargeldhilfen, damit die Menschen ihren dringendsten Bedarf decken können.

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