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Corona-Krise in Syrien: „Wir haben kein Wasser zum Händewaschen“

Wie oft waschen Sie in der Corona-Krise pro Tag Ihre Hände mit Seife? Zehn Mal? Zwanzig Mal? Viele Familien in Syrien haben kein sauberes Wasser und erst recht keine Seife. In den meisten Flüchtlingslagern gibt es auch kein WC. Selbst die einfachsten Hygiene-Maßnahmen, die so wichtig wären, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern, sind dort nicht möglich.

Im Norden von Syrien drängen sich in den Regionen Idlib und Aleppo mehr als eine Million Menschen in Notunterkünften und Zeltlagern. „Wenn man so leben muss, ist selbst ein Stück Seife ein Luxusgut“, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich.

Eine Bestandsaufnahme von CARE an 78 Standorten in Syrien zeigt das erschreckende Ausmaß des Mangels. So haben neun von zehn Flüchtlingscamps keine angemessenen sanitären Einrichtungen. „Würde das Virus hier ausbrechen, würde es sich wie ein Lauffeuer verbreiten“, so Andrea Barschdorf-Hager. Im Schnitt müssen sich 240 Menschen eine Latrine teilen, sofern überhaupt eine vorhanden ist. Fast die Hälfte der Geflüchteten haben nicht einmal eine. Und 91 Prozent der Vertriebenen haben keine Seife! Für uns in Österreich ist das kaum vorstellbar.

Bitte helfen Sie mit einem CARE-Paket mit Hygiene-Artikeln!

Vor allem die Kinder sind in Gefahr, sich unter schlechten hygienischen Bedingungen mit Krankheiten anzustecken. Viele Familien berichten, dass sie die Kleinen nicht einmal einmal pro Woche waschen können. Es fehlt einfach der Zugang zu sauberem Wasser. Zumeist ist nicht genug davon da, um den Durst stillen zu können.

CARE leistet in Syrien weiter Nothilfe. Die Verteilung von Hilfsgütern und Nahrung findet aus Sicherheitsgründen allerdings nicht mehr in großen Gruppen statt. CARE informiert die Menschen in der Region über die Corona-Epidemie und verteilt Seife und andere Hygieneprodukte. CARE repariert auch Wasserstationen und sanitäre Einrichtungen.

CARE Österreich unterstützt  mit einem Projekt, das von der Europäischen Union (ECHO) gefördert wird, mehr als 129.000 Menschen in Syrien – davon mehr als die Hälfte Kinder. CARE bringt sauberes Wasser in Krisengebiete und verteilt Grundnahrungsmittel und Hygiene-Sets an Vertriebene. Um direkt auf die Bedürfnisse der besonders stark Betroffenen – Kinder, Schwangere, stillende Mütter und ältere Personen – eingehen zu können, wird laufend analysiert, was am dringendsten benötigt wird.

Alle Fotos: CARE