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CARE: Zika-Virus trifft arme Frauen doppelt

Der Zika-Virus trifft vor allem arme Frauen massiv, warnt CARE: Sie tragen die Hauptlast der Krankheit und haben nur begrenzte Möglichkeiten, sie zu bekämpfen.

Der durch Stechmücken übertragene Virus, der mit Geburtsfehlern in Verbindung gebracht wird, hat sich kontinuierlich über Südamerika und die Karibik ausgebreitet. Mehr als 20 Länder kämpfen derzeit gegen einen Ausbruch des Virus, für den es bis dato keine Impfung oder Heilung gibt. Am 1. Februar 2016 hat die WHO den Gesundheitsnotstand ausgerufen.

„Frauen mit dem größten Infektionsrisiko sind doppelt betroffen“, berichtet Jesse Rattan, Gesundheitsexpertin von CARE. „Erstens leben sie oft in Armut und unter schlechten sanitären Bedingungen. Letzteres ist ideal für die Verbreitung der Stechmücken. Zweitens haben diese Frauen kaum Zugang zu einer entsprechenden Gesundheitsversorgung.“

Manche Frauen würden eine Schwangerschaft derzeit gerne vermeiden. Doch viele von ihnen haben keinen Zugang zu Informationen, Gesundheitsversorgung oder Verhütungsmitteln. Laut ExpertInnen würden in Lateinamerika 23 Millionen Frauen Verhütungsmittel benötigen. Gesellschaftliche Erwartungen und eine restriktive Politik beschränken die Frauen und Mädchen in ihrem Recht, selbst zu entscheiden, ob und wann sie Kinder bekommen möchten.

Die Geburtenrate bei Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren ist in Lateinamerika mit 79 Geburten pro 1000 Frauen höher als in allen anderen Regionen weltweit – mit Ausnahme Subsahara-Afrikas.

CARE hilft weltweit Frauen und Mädchen dabei, ihre sexuellen und reproduktiven Rechte wahrzunehmen. Mädchen, Frauen und Paare werden dabei unterstützt, Schwangerschaften besser zu planen.